Angemessen Wohnen im Alter

lps/En. Angemessen Wohnen im Alter (Foto: Foto: E.N.)

Normvorschrift DIN 18 025 regelt Ausstattung

lps/En. Die Lebenserwartung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Schon heute leben rund 16 Millionen Menschen in Deutschland, die 65 Jahre und älter sind. Trendrechnungen ergeben, dass im Jahr 2050 jeder vierte Deutsche über 65 sein wird.
Diese Zahlen sind durchaus beeindruckend und haben auch Konsequenzen für die Entwicklung des Immobilienmarkts.
Die Schaffung altersgerechter Wohnungen hat einen ganz neuen Markt eröffnet. Die meisten Menschen haben den Wunsch, ihr vertrautes Umfeld auch im Alter nicht zu verlassen. Die Wohnung selbst und die sozialen Kontakte werden immer wieder als Argumente genannt.
Aktuell leben etwa 93 Prozent der älteren Deutschen in ihrer eigenen, auch gemieteten Wohnung.
Doch was zeichnet eigentlich eine altergerechte Wohnung tatsächlich aus?
Die wesentlichen Anforderungen sind in einer Normvorschrift, DIN 18 025, zusammengefasst.
Sie trägt den Titel "Barrierefreie Wohnungen" und ist eine wichtige Voraussetzung auch für den Umbau zu altersgerechten Wohnformen.
Diese DIN-Norm schreibt zum Beispiel schwellenfreien Zugang zu allen Räumen, zu Ter-
rasse und Balkon vor. Hierbei wird das Risiko zusätzlicher Sturzquellen minimiert. In diesem Zusammenhang werden rutschfeste und ebene, ohne Stolperkanten verlegte Bodenbeläge genannt. Die ausreichende Breite der Türen (mindestens 90 Zentimeter für die Wohnungstür und mindestens 80 Zentimeter für die Zimmertüren) ist in der Norm gefordert.
Zu einer altersgerechten Wohnung zählen die Installation von Lichtschaltern, Steckdosen in einer Höhe, die sie auch im Sitzen erreichbar machen. Das sind in
der Regel 85 Zentimeter Höhe.
Badezimmer sind entsprechend der Norm mit bodengleichen Duschen und ausreichenden sowie angemessenen Griffen bzw. Haltern zu versehen.
Notwendig sind zudem leicht erreichbare und bedienbare Griffe an Fenstern und Bad- und Balkontüren.
Solche Umbauten unterstützen die Pflegekassen derzeit mit bis zu 2500 Euro.