Abwechslungsreiches Programm für Bewohner und Gäste

Sissi Zehkorn (2. v. r.) erläutert die verschiedenen Kräuter und deren Bedeutung. Sie betreut den Kräutergarten im „Helenenhof“ und kümmert sich gemeinsam mit den Bewohnern um die Pflege der Beete. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Tag der offenen Tür im „Helenenhof“ Burgdorf

BURGDORF (bgp). Reges Treiben herrschte am Samstag beim Aktionstag im „Helenenhof“ an der Schillerslager Straße 41.
Den klassischen „Tag der offenen Tür“ hatte die Pflegeeinrichtung in den vergangenen Jahren schon öfter angeboten, dieses Mal jedoch wurde ein neues Konzept präsentiert mit vielen Aktionen zum Mitmachen und zahlreichen Kooperationspartnern, die ihr Angebot vorstellten und die Interessenten zum Ausprobieren anregten.
Am Weg auf dem gepflegten Gelände vor dem Eingang stehen mehrere Strandkörbe, die zum Verweilen einladen und die Menschen willkommen heißen. Gleich neben dem Eingang befindet sich das hauseigene Café, viele Gäste haben sich dort bereits eingefunden, um eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen zu genießen. Andere Gäste gehen direkt in das Hauptgebäude, um bei einem Rundgang durch das Haus die Einrichtung kennenzulernen. Die Großzügigkeit der Räumlichkeiten erschließt sich dem Betrachter beim Flanieren durch die Flure.
Einer davon führt direkt in den Kräutergarten, in dem Sissi Zehkorn, die sich um die Alltagsbegleitung der Bewohner kümmert, einen Stand mit Kräutern aufgebaut hat. Bewohner und Gäste riechen, schmecken und fühlen, um zu ermitteln, welche Pflanze sie vor sich haben. Als Belohnung winkte ein Duftsäckchen mit frischem Lavendel. An der Pflege der Beete im Kräutergarten sind die Bewohner aktiv beteiligt.
Im geräumigen Speisesaal ist ein Flügel platziert, an dem Bewohner oder Gäste spielen können und so zur musikalischen Unterhaltung der Gemeinschaft beitragen können. Das Thema Musik spielt im „Helenenhof“ ohnehin eine große Rolle. Daniel Fernholz, gelernter Krankenpfleger und Musiker, streift mit seiner Gitarre durch Zimmer und Gänge, um dort jeden, der es möchte, mit einer Melodie zu erfreuen. Sein Spezialgebiet ist die „validierende Erinnerungsmusik“, mit der Fernholz Kontakt zu Menschen mit mittleren bis starken Demenzerkrankungen aufnehmen kann.
Die Lieder aus der Vergangenheit fördern Reaktionen zutage, die im normalen Gespräch kaum noch möglich sind, und selbst hochgradig demente Patienten lassen noch ein Ansprechen auf die Musik erkennen.
Der „Helenenhof“ zeigt sich nicht nur am Aktionstag offen. Ein täglicher Mittagstisch kann von Angehörigen oder Gästen aus der Umgebung genutzt werden, ein separater Raum im Untergeschoss bietet den Rahmen für Feiern im kleineren Kreis. „So haben die Angehörigen die Möglichkeit, mit ihren Lieben z. B. Geburtstag zu feiern, Speisen und Getränke können mitgebracht werden. Wer es möchte, kann auch etwas im Haus bestellen, dann wird der Tisch fertig gedeckt und Speisen oder Kuchen geliefert, je nach Wunsch“ erläutert Roswita Sickl vom Sozialen Dienst des Hauses.
Individuelle Wünsche werden im „Helenenhof“ berücksichtigt, das zeigt sich in den Zimmern, in denen die Bewohner auch eigene Möbelstücke und Bilder haben. 97 behagliche Einzelzimmer und 13 Doppelzimmer mit Bad, teilweise mit Terrasse oder Balkon, stehen zur Verfügung. Ein reichhaltiges Freizeitangebot mit anspruchsvollen Lesungen, Gedichtabenden, Musik und Gesang sowie Ausflügen wird ebenfalls angeboten. Die Pflege und Betreuung der Bewohner erfolgt nach dem Motto: „Der Mensch steht im Mittelpunkt“. Heimleiterin Ute Litzinger und ihr Team erteilen gerne nähere Auskünfte über den „Helenenhof“ unter der Telefonnummer 0 51 36/89 74 10.