45 Prozent der Nordwest-Gewerbeflächen sind verkauft

Ein Teil der NW-Gewerbeflächen sind bereits fest vergeben und die Bautätigkeiten haben begonnen. (Foto: Georg Bosse)
 
André Scholz. (Foto: Georg Bosse)

Stadt bereitet Planungsrecht für zweiten Abschnitt vor

BURGDORF (r/gb). Im ersten Bauabschnitt des Gewerbeparks Nordwest (NW) an der B 188 / Schillerslager Landstraße sind in den letzten Monaten mehrere Bauprojekte begonnen worden. Zwar ist auf einigen Flächen derzeit noch keine Bautätigkeit zu beobachten, trotzdem werden die Flächenpotentiale, die die Stadt Interessenten anbieten kann, langsam knapp. „Von den jetzt sofort bebaubaren Flächen sind rund 45 Prozent verkauft. Die etwa gleiche Größenordnung ist noch einmal fest für Interessenten reserviert. Teilweise gibt es hier auch Kaufoptionen, damit Investoren für eine begrenzte Zeitdauer Planungssicherheit haben“, erklärt Burgdorfs Wirtschaftsförderer André Scholz zum aktuellen Entwicklungsstand des Gebietes.
Einige kleinere Flächen, die zusammen deutlich unter 10.000 Quadratmeter umfassen, bleiben der Stadt derzeit noch, um sie interessieren Unternehmen für deren Investitionen vorschlagen zu können. Wenig wenn man bedenkt, dass auch vergleichsweise unspektakuläre gewerbliche Bauvorhaben schnell Grundstücke in Größen von mehreren Tausend Quadratmetern erfordern. „Das ist in etwa die Größenordnung, in der wir uns derzeit noch bewegen können. Natürlich haben sich in der jüngeren Vergangenheit nicht alle Flächenanfragen realisiert, und das wird auch zukünftig immer einmal wieder der Fall sein. Die Erfahrung zeigt aber, dass es immer von Vorteil für einen Wirtschaftsstandort ist, Unternehmen nicht nur sofort bebaubare Flächen anbieten zu können, sondern im Idealfall auch noch ein oder zwei Alternativen“, kann Scholz aus Erfahrung berichten. Ein größeres, bereits seit langem investorenseitig entwickeltes Projekt im östlichen Teil des Gebietes wird zudem so umfangreich ausfallen, dass die zunächst für den Investor vorgesehenen Flächen im ersten Bauabschnitt allein nicht ausreichen. Die Planungen beziehen daher für dieses Projekt, das im Dienstleistungsbereich einzuordnen ist, schon heute Flächen aus dem neuen zweiten Abschnitt mit ein.
Dieser zweite Bauabschnitt, der bis zum verlängerten Marris-Mühlenweg reichen soll, ist jetzt in den zuständigen politischen Gremien vorgestellt worden – mit dem Vorschlag, das Bauleitplanverfahren hierfür einzuleiten, um möglichst schnell weitere bebaubare Flächen anbieten zu können. Da die Stadt sich bereits vor Beginn der Planungen für den ersten Abschnitt des Gewerbeparks in größerem Umfang zuvor landwirtschaftlich genutzte Flächen sichern konnte, sind hierfür keine weiteren Grundstückskäufe erforderlich.
Zunächst aber sind weitere Bauinvestitionen im jetzigen ersten Planungsabschnitt zu erwarten. Auffallendste Maßnahme wird dabei sicherlich der Baubeginn für den neuen Bau- und Gartenmarkt im Eingangsbereich des Gebietes gegenüber dem E-Center Cramer noch im Laufe dieses Jahres sein. Wie auch im MARKTSPIEGEL ausführlich berichtet, wird die Peiner Flatt & Ebel Grundstücks oHG weite Teile des Sondergebietes bebauen. Und auch für den verbleibenden Rest dieses Baufeldes gibt es erste Nutzungsüberlegungen. „Die Projektentwicklung liegt genau in dem mit dem Investor seinerzeit vertraglich vereinbarten Zeitrahmen“, betont André Scholz.