Zwei Partien innerhalb von fünf Tagen für die Recken

Jan Fiete Buschmann versucht trotz offensichtlichem Foul ein Treffer zu erzielen und bekommt in dieser Aktion einen Strafwurf zugesprochen. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf könnte mit einem Lauf vier Punkte sammeln

BURGDORF (st). Der Oktober mit hohen Belastungen und vielen Pflichtspielen ist für die TSV Hannover-Burgdorf jetzt Vergangenheit. Der Blick richtet sich auf den November, und der hat es mit fünf Punktspielen in der DKB Handball-Bundesliga ebenfalls in sich. Schon der Start mit dem Heimspiel am heutigen Mittwoch ab 20.15 Uhr gegen den Bergischen HC wird kein Zuckerschlecken. In vier Tagen steht dann am Sonntag, 9. November, ab 17.15 Uhr auch noch die Auswärtspartie beim VfL Gummersbach auf dem Spielplan.
Es geht gleich wieder an die Kraftreserven. Nach den vielen Begegnungen im Oktober, einer nicht wesentlichen Verbesserung in der Tabelle der deutschen Eliteliga durch schwache und gute Vorstellungen, einigen wichtigen Heimsiegen und dem Erfolg im DHB-Pokal gegen HSV Hamburg stehen nach einer 10-tägigen Pause jetzt gleich wieder zwei Partien im Fokus der Recken. Beide Gegner sind durchaus bezwingbar und so könnte die Mannschaft um Trainer Christopher Nordmeyer mit vier Pluspunkten einen echten Sprung nach vorn im Zwischenklassement schaffen.
Zunächst kommt am heutigen Mittwoch der Bergische HC nach Hannover in die Swiss Life Hall. Die Gäste haben sich in den vergangenen Monaten als eine feste Einheit in der Bundesliga präsentiert und stehen nicht ohne Grund im gesicherten Mittelfeld. Besonders der 24:23-Heimsieg gegen die Topmannschaft der Rhein-Neckar Löwen ließ die Experten aufhorchen. Nachdem der BHC nur knapp dem Abstieg entkommen konnte und mit 22 Pluspunkten den Klassenerhalt im vergangenen Jahr schaffte, ist das Team um Coach Sebastian Hinze bestrebt, in dieser Spielzeit schnell für klare Verhältnisse im Abstiegskampf zu sorgen.
Die wichtigen Punkte hat der BHC eingespielt und dazu noch die Bonuspunkte gegen die Löwen. Das kann sich sehen lassen, zumal der Verein mit Rechtsaußen Nils Artmann von OSC Löwen Duisburg, Rückraumspieler Milos Dragas von RK Metaloplastica Sabar (Serbien) und Kreisläufer Moritz Preuss vom TSV Bayer Dormagen nur drei Neuzugänge verpflichtet hat. Der Kader der Bergischen ist zwar nicht so erfahren, wie der anderer Clubs, aber vielleicht ist das ein großer positiver Faktor im Spielaufbau der TSV-Gäste. Mit dem österreichischen Nationalspieler und Spielmacher Viktor Szilagyi und dem isländischen Keeper Björgvin Gustavsson stehen jedenfalls wichtige Eckpfeiler im Hinze-Team und die sorgen für die nötige Stabilität.
Darüber hinaus geht Torgefahr von jedem Spieler aus. So ist der BHC schwer auszurechnen und auch für eine Überraschung in Hannover gut genug. Das wollen Sven-Sören Christophersen und seine Mitspieler aber unbedingt vermeiden. Augenblicklich haben sie durch die 29:32-Pleite beim HC Erlangen keine gute Ausgangsposition, wollen sich aber in den nächsten Wochen bis zum Jahresende in die Regionen um Tabellenplatz 5 bis 8 vorarbeiten. Gleich zu Beginn der Partie soll ein Zeichen gesetzt werden. Gelingt das und wird sich im Laufe des Spieles die individuelle Stärke der TSV-Akteure durchsetzen, dann sollte ein weiterer Heimsieg gelingen.
Am kommenden Sonntag, 9. November, ab 17.15 Uhr, werden die Nordmeyer-Schützlinge dann gleich beim ehemaligen Rekordmeister, beim VfL Gummersbach, antreten. Hier haben die Spieler um Jan Fiete Buschmann gute Erfahrungen gemacht, denn beim VfL gelang ein 25:21-Auswärtssieg. Das würde sich Trainer Nordmeyer am Sonntag auch wünschen, aber der Gastgeber will sich in der schmucken neuen Schwalbe-Arena nicht überrumpeln lassen und die Festung in Gummersbach verteidigen.
VfL-Trainer Emir Kurtagic setzt dabei auf Leistungsträger wie Keeper Carsten Lichtlein, Rückraumspieler Christoph Schindler oder Linksaußen Raul Santos. Die für ihn wichtigen Akteure, ergänzt durch den Niederländer Mark Bult und Rechtsaußen Florian von Gruchalla, können ein Spiel zu ihren Gunsten entscheiden. Allerdings gab es neben guten Ergebnissen (28:27 gegen den SC Magdeburg) im Verlauf der Saison auch negative Schlagzeilen (24:25 bei HC Erlangen). Der VfL ist aber in dieser Serie nicht zu unterschätzen.