Zwei Klassiker des italienischen Musiktheaters im Doppelpack

Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ können Musikliebhaber mit dem VVV im Staatstheater Braunschweig erleben. (Foto: VVV)

VVV-Besucherfahrten zum Staatstheater Braunschweig im neuen Jahr

BURGDORF (r/jk). Für die Freunde des Musiktheaters bietet der VVV im neuen Jahr wieder seine beliebten Besucherfahrten zum Staatstheater Braunschweig an. Auf dem Spielplan stehen Verdis „Luisa Miller“ am Sonnabend, 28. Januar 2012, und Rossinis „Barbier von Sevilla“ am Freitag, 9. März 2012. Der Bus fährt an den Veranstaltungstagen um 18.15 Uhr auf dem Schützenplatz (Kleiner Brückendamm) ab. Das Abo für beide Aufführungen ist bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon 05136 – 1862, erhältlich. VVV-Mitglieder bekommen Ermäßigungen. Wegen der beschränkten Platzanzahl im Bus raten die Veranstalter zu einem raschen Erwerb des Abos.
Als Vorlage seiner 1849 in Neapel uraufgeführten Oper „Luisa Miller“ wählte der 36-jährige Giuseppe Verdi Schillers bürgerliches Trauerspiel „Kabale und Liebe“, das seit 1783 auf deutschen Bühnen Triumphe feierte. Das packende Libretto inspirierte den Komponisten zu einem mitreißenden Musikdrama, welches mit seiner effektvollen Fülle leidenschaftlich-dramatischer und zart-lyrischer Szenen eine zeitlose Bühnenwirkung ausübt. Im Mittelpunkt der Handlung steht der jungen Graf Rodolfo, der mit seiner Liebesbeziehung zur unstandesgemäßen Luisa Miller gegen alle gesellschaftlichen Konventionen verstößt und von seinen Standesgenossen mit Verachtung gestraft wird. Rodolfo und Luisa halten unbeirrt an ihrer Beziehung fest und setzen damit eine nicht mehr aufzuhaltende Kettenreaktion aus Intrigen, kollidierenden Machtinteressen und außer Kontrolle geratenden Ereignissen in Gang. An deren Ende versinken alle Beteiligten in einem Strudel aus Mord und Totschlag, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Unerreichter Meister der italienischen komischen Oper ist Gioacchino Rossini (1792-1868). Von seinen zahlreichen Bühnenwerken, die ihren Siegeszug durch die Opernhäuser Europas antraten, hat sich „Der Barbier von Sevilla“ des gerade 24-jährigen Komponisten bis heute den höchsten Popularitätsrang bewahrt. Mit seiner zündenden, mediterrane Sinnlichkeit versprühenden Melodik und einer witzigen, temporeichen Bühnenhandlung riss es schon bei seiner Uraufführung im Jahr 1816 das opernverwöhnte römische Publikum zu wahren Bewahrungsstürmen hin, die sich bei unzähligen europäischen Aufführungen in fast 200 Jahren wiederholen sollten. Die Hauptfigur der Oper ist der in Sevilla ansässige Friseur Figaro, der mit listigem Einfallsreichtum seinem Gönner, dem Grafen Almaviva, behilflich ist, den lästigen Vormund seiner Angebeteten Rosina zu überlisten und deren Herz im Sturm zu erobern.