Zusammenlegung der Grundschulen steht bevor

Die Grundschule in Sievershausen wird organisatorisch mit der Grundschule in Hämelerwald zusammengelegt.
 
Die Grundschule in Hämelerwald soll offene Ganztagsschule werden - der Antrag ist gestellt.

Standorte Sievershausen und Hämelerwald bleiben erhalten

VON DANA NOLL

SIEVERSHAUSEN/HÄMELERWALD. Das Entscheidende zuerst: Die Grundschulen an den Standorten Sievershausen und Hämelerwald bleiben beide erhalten - für Schüler und Eltern ändert sich mit der organisatorischen Zusammenlegung im Wesentlichen nichts!
Es wird einzig gemeinsame Gremien geben, also nur noch einen Schulelternrat und Schülerrat sowie einen Schulvorstand. Ein gemeinsames Lehrerkollegium bringt den Vorteil, dass Vertretungsfälle an den beiden Standorten sofort durch die Schulleitung und nicht erst aufwändig durch die Niedersächsische Landesschulbehörde geregelt werden können -  Unterrichtsausfälle werden hierdurch verringert.
Der Beschluss, die beiden Schulen zusammen zu legen, hatte im Vorfeld für Unruhe gesorgt. Am vergangenen Mittwoch wurde auf der Ortsratssitzung in Hämelerwald die Sachlage noch einmal vorgestellt, wenngleich nicht diskutiert. Denn die Entscheidung, die Grundschulen zusammen zu legen ist bereits vor über sieben Jahren gefallen.
Zum Hintergrund: An der überwiegend einzügigen Grundschule Sievershausen war die Stelle der Schulleitung, nachdem Britta Mellentin versetzt wurde, lange Zeit vakant.
Kathrin Budenz, Schulleiterin der Grundschule Arpke, übernahm dann kommissarisch die Leitung. Derzeit hat die Schulleiterin der Grundschule in Hämelerwald, Monika Langer, die kommissarische Leitung der Grundschule Sievershausen.
Die zunehmende Aufgabenfülle von Schulleiterinnen und Schulleitern bei hoher Unterrichtsverpflichtung führt dazu, dass Leitungsstellen an kleinen Grundschulen nicht attraktiv sind. Und so blieb auch die Rektorenstelle an der Grundschule Sievershausen bislang unbesetzt.
Bereits im Frühjahr 2009 regte daher die Landesschulbehörde bei der Stadt Lehrte an, auf die Ausschreibung zu verzichten und die Grundschulen organisatorisch zusammen zu legen. Die Vorteile lagen auf der Hand: So könnten sowohl die beiden Schulstandorte als auch die Stelle der Schulleiterin an der Grundschule Hämelerwald in der bisherigen Wertigkeit erhalten bleiben. Weiterhin könnte eine Stelle für eine Konrektorin/einen Konrektor eingerichtet werden, weil die organisatorische Verbindung beider Schulen mit einer nunmehr entsprechenden Schülerzahl eine solche Stelle rechtfertigt.
Auch die rechtlichen Voraussetzungen waren gegeben, da die Schulleitung und die Konferenzen ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllen konnten, der Unterricht so differenziert wie erforderlich erteilt werden konnte und es nicht zu unzumutbaren Schulwegen kam - bei einer Entfernung von etwa 3 Kilometern war auch diese Bedingung erfüllt.
Dennoch war die Zusammenlegung der beiden Schulen durch die Schulbehörde genehmigungspflichtig. Mit dem Ratsbeschluss vom März 2010 wurde bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde dann beantragt, die Grundschulen Hämelerwald und Sievershausen zu einer Grundschule mit zwei gleichberechtigten Standorten zusammenzulegen. Zum 1. Februar 2011 wurde die organisatorische Zusammenlegung genehmigt - allerdings bis heute nicht vollzogen. Das beabsichtigt die Niedersächsische Landesschulbehörde nun endlich nachzuholen.