Zünftige Feier in größerem Zelt und mit vielen Gästen

Der 1. Vorsitzende des SV Sorgensen, Dirk Schwerdtfeger, mit Jungschützenkönig Philip Marten, Schützenkönig Werner Hildebrandt und deren Königsscheiben. (Foto: st)
 
Jürgen Schulz vom Team SV Sorgensen in Begleitung von einigen Nachwuchskickern präsentiert stolz die Volltreffer-Scheibe. (Foto: st)

Freundschaft mit Dachtmissen steht ganz hoch im Kurs

SORGENSEN (st). Die Schützengesellschaft Sorgensen stellte in diesem Jahr wieder ein Bürgerschützenfest auf die Beine. Rund um die Sorgenser Schützenkate sorgten aber nicht nur die Schützen, sondern auch Vereine und Bürger aus dem Dorf sowie aus Dachtmissen und auch viele Gäste für gute Laune.
Nachdem das Fest im vergangenen Jahr bereits viele Gäste aus der Umgebung angezogen hatte, wurde das Festzelt in diesem Jahr doppelt so groß gewählt und auch die neue Kapazität war zu den Veranstaltungen gut ausgelastet. Schon am vergangenen Freitag sorgte nicht nur die Jugend aus Burgdorf und Umgebung dafür, dass die Warm-Up-Party mit DJ zu einem Erfolg wurde. Auch etablierte Schützen gesetzten Alters nahmen an der Party teil und versuchten, auf der Tanzfläche mit der Jugend mitzuhalten.
Der Sonnabend stand dann aber ganz im Zeichen der Tradition der Schützen. Die SG Sorgensen von 1971, die sich am vergangenen Wochenende aufgrund der vielen Feste in der Umgebung gegen große Konkurrenz durchsetzen musste, aber nach einigen Jahren Pause findet jetzt wieder zu alter Form. Der Kommersabend mit kaltem Büfett zeigte die erfolgreiche Arbeit des Vorjahres, denn es hatten sich viele Gäste angemeldet, die bei der Siegerehrung und Preisverteilung dabei waren, einfach nur den Ausführungen der Redner lauschten, selbst Kontakte pflegten oder nur ein wenig Tanzen und Gaudi haben wollten.
Besonders freute sich der 1. Vorsitzende Dirk Schwerdtfeger über die starke Verbindung mit der Ortschaft Dachtmissen: „Wenn wir rufen, dann steht Dachtmissen mit Hilfe bereit, und wenn Dachtmissen ruft, dann stehen wir bereit!“
Selbstverständlich standen die Schützenkönige des Jahres 2016 aber beim Kommers im Vordergrund. Als Majestäten wurden Jungschützenkönig Philip Marten und Schützenkönig Werner Hildebrandt proklamiert. Zudem gab es Gewinner in verschiedenen Wettbewerben. Das Team der Fußballer des SV Sorgensen gewann die Volltreffer-Scheibe und die Sankt-Florian-Scheibe bekam das Team BKA Dachtmissen.
Nach dem offiziellen Teil, in dem Schwerdtfeger vom Präsident des Kreisschützenverbandes, Werner Bösche, die Bronzene Nadel des Niedersächsischen Schützenverbandes erhielt, wurde es im Festzelt stimmungsvoll. Die Gäste sorgten mit schwungvollem Tanz und viel Spaß für einen gelungenen Abend und so mancher Schütze fand erst in den frühen Morgenstunden den Weg nach Hause.
Schon um 10 Uhr ging es am vergangenen Sonntag aber schon wieder ins Zelt, denn der nächste offizielle Programmpunkt stand bereit. Beim Zeltgottesdienst waren dann auch viele Schützen wieder dabei und anschließend gab es beim Königsessen eine wichtige Stärkung für den anschließenden Festumzug. Denn in Sorgensen sollte das ganze Dorf die Schützen sehen und vielleicht den einen oder anderen Bürger überzeugen, doch Mitglied in dem Verein der SG zu werden. Um 13.30 Uhr formierte sich deshalb ein kleiner aber feiner Festumzug mit dem Fanfarenzug Altlinden 06, den Schützen, Clubs aus Sorgensen und einigen Vertretern von Vereinen aus dem Kreisschützenverband Burgdorf und mit Musik und sichtlich guter Stimmung zogen die Schützen bei strahlendem Sonnenschein durch die Straßen. Bei der Kaffee und Kuchentafel im Festzelt konnten sich dann, im Anschluss an den Festumzug, alle Beteiligten von der langen Route durch Sorgensen ausruhen und in internen Gesprächen das Fest schon ein wenig beurteilen, ehe sich die drei Tage dem Ende näherten.
Da viele Bürger des Dorfes, die teilweise nur wenig Kontakt zu den Schützen haben, sich am gelungenen Fest beteiligten, wurde die Dorfgemeinschaft gestärkt. In jedem Fall war es laut Schwerdtfeger die richtige Entscheidung, das Schützenfest in Sorgensen wieder aufleben zu lassen. Die Beteiligung und die aufsteigende Tendenz an Besuchern verdeutlicht das eindrucksvoll.