Zeitreise in die Geschichte der elektrischen Lichterzeugung

Stefan Haeber (2. von rechts) stellt die Exponate seiner Lichtquellen-Ausstellung vor. (Foto: VVV)

Spannende Vorführungen zur Lichterzeugung in der KulturWerkStadt

BURGDORF (r/jk). In der KulturWerkStadt (Poststraße 2) haben bis zum 25. August mehrere hundert elektrische Lichtquellen aus unterschiedlichen Zeitepochen als Leihgaben des Sammlers Stefan Haeber ein Gastdomizil gefunden. Sie stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Von der Bogenlampe zur LED- Technik – die Geschichte der elektrischen Lichtquellen“, die der VVV und die Stadt Burgdorf präsentieren. Alle Exponate sind erstmalig in der Öffentlichkeit zu sehen und zeichnen die verschiedenen Entwicklungsmodelle der elektrischen Lichterzeugung seit dem 19. Jahrhundert nach.
Zum Auftakt der Ausstellung schlossen sich rund 30 Gäste Ausstellungsmacher Stefan Haeber zu einem Rundgang durch die Ausstellung an. Mit großer Anschaulichkeit wusste der Sammler die Herkunft seiner aus zahlreichen Ländern stammenden Lichtquellen und ihre funktionellen Eigenarten zu erläutern. Dabei schlug er den Bogen von der Kohlebogenlampe, mit der das elektrische Licht in England seinen Ursprung nahm, über die von Heinrich Göbel entwickelte und von Thomas Edison für den Massengebrauch tauglich gemachte Glühlampe zur heutigen LED-Technik, die den bisherigen Höchststand der Entwicklung verkörpert. In einem kurzen geschichtlichen Abriss machte der Sammler deutlich, dass die Ausbreitung des elektrischen Lichts im Anfang des 20. Jahrhunderts eine der grundlegenden Faktoren für den erfolgreichen Einzug des industriellen Zeitalters darstellte, ohne den auch das städtische Nachtleben im Chaos versinken würde.
„Spannende Vorführungen zur Lichterzeugung, die auch für Laien interessant sind“, kündigt Stefan Haeber für das Beiprogramm an, das an den nächsten beiden Wochenenden, 3. und 4. sowie am 10. und 11. August, das Ausstellungsgeschehen flankiert. Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr. Die Besucher werden Zeugen, welche Lichtfarben Gase entwickeln, wenn sie Strom leiten, und lernen die Funktionsweise einer Leuchtstofflampe kennen. Außerdem vergleicht Haeber Glühlampen und LED-Lampen und demonstriert, welche Lichtmenge High Power-Metalldampflampen erzeugen. Ein elektromagnetische Wellen erzeugender Laser gehört zu den verblüffendsten modernen Methoden der Lichtausstrahlung. Welches Wirkungsprinzip dahinter verborgen liegt, zeigt der passionierte Sammler den Besuchern der Ausstellung. Im Rahmen der Vorführungen verrät Haeber ebenfalls, warum Gasentladungs- und LED-Lampen nicht einfach mit einer Spannungsquelle verbunden werden können. Mit welchen Spannungen werden eigentlich Lampen betrieben? Auch diese grundlegende Frage beantwortet Haeber. Der Eintritt ist an allen Tagen frei. Die KulturWerkStadt ist sonnabends und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Für Führungsanfragen von Vereinen und Gruppen, deren Termin auch in der Woche liegen kann, ist VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich (Tel. 05136 – 1862) der Ansprechpartner.