Zahlreiche neue Künstler/innen im Forum

Die Kunst der Filografie erfordert viel Feingefühl, bewies Ayse Karafilik, die zum ersten Mal im Forum ausstellte.

Kunstforum bot eine Vielfalt von kreativen Arbeiten

LEHRTE (dno). Wenn Rainer "Gori" Gorisch ruft, dann kommen sie alle: Künstler/innen, Kunsthandwerker/innen oder "Hobby-Kreative". Und auch für Kunstliebhaber/innen ist das Kunst-Forum zu einer festen Adresse im Terminkalender geworden. Parallel zum verkaufsoffenen Sonntag in Lehrte präsentierten 35 Aussteller/innen im Kurt-Hirschfeld-Forum ihre Arbeiten - fast ein Drittel von ihnen waren zum ersten Mal mit dabei!
So wie Petra Schöne, die gleich am Eingang mit ihren bezaubernden Arbeiten begeisterte. Schon seit über 20 Jahren arrangiert die Hobby-Künstlerin Blumen und Gestecke und schafft damit einzigartige Objekte. "In diesem Winter sind Vasen und Kränze aus oder mit kleinen Schlittschuhen sehr gefragt", so die Künstlerin, "Ich investiere viel Zeit und es wird alles frisch gemacht."
Auch Angelika Noack aus Neustadt am Rübenberge war begeistert vom Kunst-Forum:"ich wollte es mal ausprobieren, es ist sehr schön hier:" Die Innenarchitektin ist es gewohnt mit Materialien und Stoffresten zu arbeiten. In ihrer Freizeit gestaltet sie daraus einzigartige Kissen.
Ein Hingucker waren auch die Draht-Kunstobjekte von Ayse Karafilik. Sie lockte zahlreiche Besucher/innen und führte diese in die Filografie ein. Dies ist eine Form der bildenden Kunst, in der eine dreidimensionale Darstellung eines Bildes, mit Hilfe von speziellen Nägeln und farbigem Dekolackdraht erstellt wird. "Es braucht viel Feingefühl und Geduld", so die Künstlerin, die auch Workshops sowohl für Erwachsene als auch Kinder anbietet.
Begeistert zeigte sich auch Heike Gießmann mit ihrem Keramikstudio. Viele Besucher/innen verliebten sich in ihre kreativen wie witzigen Tonfiguren und ein ganz besonderer Gartenzwerg wechselte die Besitzerin. "An dem kam ich nicht vorbei, der hat mich einfach so angeschaut, der musste mit nach Hause", so die Käuferin.
Kunsthandwerker Koffi Kougblenou bearbeitet seit sieben Jahren Mahagoni- oder Teak-Holz, um daraus wunderschöne und schlichte Alltags-Designobjekte wie Schalen, Hocker oder auch Lampen zu kreieren. "Das Holz stammt aus dem West-Togo, meiner Heimat", berichtet der Künstler.
Mit seinen Arbeiten lag er ganz im Trend des diesjährigen Kunst-Forums, der einen seiner Schwerpunkte in Holzarbeiten hatte. Obwohl es in diesem Jahr etwas ruhiger im Forum zu sein schien, war das Publikum sehr interessiert - und das nicht nur an den Objekten sondern auch an den Künstler/innen oder der Fertigung. So manches "Fachgespräch" wurde an den Ständen geführt und auch die Geldbörsen wurden weniger aber dafür großzügiger gezückt.