Wolfgang Sauer genoss die Ehrung beim „Tag des Ehrenamts“

Das Heeßeler Urgestein Wolfgang Sauer (2.v.l.) wird am „Tag des Ehrenamts“ beim Bundesligaspiel zwischen Hannover 96 und FC Ingolstadt 04 in der HDI-Arena für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. (Foto: Hannover 96)

DFB würdigte das Engagement des Heeßeler Multitalents

HEESSEL (kd). Zum 16. Mal ehrten der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga anlässlich des „Internationalen Tag des Ehrenamts“ ehrenamtlich Tätige in Deutschland. Dies geschieht im Rahmen der Aktion „Danke ans Ehrenamt“, an der sich die Klubs der ersten, zweiten und dritten Bundesliga sowie der Frauen-Bundesliga beteiligen. Auch Hannover 96 nutzte beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt 04 die Gelegenheit, um dazu 329 Personen der Caritas zum Spiel einzuladen.
Die ehrenamtliche Arbeit weiß auch Martin Bader als Geschäftsführer Sport von Hannover 96 zu schätzen. „Auch in einem Profiverein wie Hannover 96 hat ehrenamtliches Engagement einen hohen Stellenwert. Ich denke zum Beispiel an den großen Einsatz der Eltern unserer Talente im Leistungszentrum, die ihre Kinder zum Training und zu den Spielen fahren. Aber auch an die große Gruppe der Volunteers, die uns aktiv dabei helfen, eine Großveranstaltung wie ein Bundesliga-Heimspiel in der HDI Arena durchzuführen. Für jede ehrenamtliche Tätigkeit bei Hannover 96 sind wir dankbar“, sagte Martin Bader, der nicht erst seit seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg weiß, wie wichtig das Ehrenamt für den deutschen Fußball ist.
So hat das Ehrenamt inzwischen eine herausragende Bedeutung angenommen. Bei 80.000 wöchentlich ausgetragenen Spielen der 25.000 Amateurvereine engagieren sich über 400.000 ehrenamtliche Unterstützer und 1,3 Millionen freiwillige Helfer. Ohne diese Menschen wäre der Fußball in Deutschland, in dieser Form, undenkbar. Keine abgekreideten Spielfelder, keine gewaschenen Trikots, keine Organisation und keine Jugendmannschaften. Umso wichtiger ist es, die ehrenamtlichen Tätigkeiten zu würdigen und sich bewusst zu machen, welche Notwendigkeit das Ehrenamt für den deutschen Fußball darstellt.
Wie in jedem Jahr nutzte auch der 96-Ehrenamtsbeauftragter Ruben Kiaman mit Vertretern des Niedersächsischen Fußball Verbandes (NFV) die Gelegenheit, mit Nicola Herwig (SC Badenstedt), Hermann Lührs (TSV Poggenhagen), Hans-Heinrich Kellner (Ehrenamtlicher Unterstützer des 96-Vereinsarchivs) und Wolfgang Sauer vom Heesseler SV vier Ehrenamtliche aus dem Bezirk Hannover beim Bundesligaspiel gegen den FC Ingolstadt 04 zu ehren, um damit zusammen mit den 329 eingeladenen Ehrenamtlichen der Caritas und ihren Begleitern, einmal Danke zu sagen und ihnen ein spannendes und schönes Spiel zu wünschen.
Für Wolfgang Sauer, der sich beim Heesseler SV längst den Ruf erwarb, der „Mann für alle Fälle“ zu sein, erfüllte sich mit der Ehrung ein Traum. So machte sich „Wolle“, wie ihn seine Heeßeler Sportkameraden rufen, nicht nur bis vor sechs Jahren als erfolgreicher Jugendtrainer beim Heesseler SV einen Namen, sondern diente seinem HSV in den unterschiedlichsten Positionen. So ist Wolfgang Sauer, der bis vor über zwei Jahrzehnten als Erstherrenspieler sowohl bei der TSV Burgdorf und danach beim Heesseler SV aktiv war, heute zusammen mit Thomas Deicke und Karl-Heinz Zaton einer von drei Platzwarten beim Heesseler SV, die für das gepflegte Äußere der Anlage zuständig sind. So hieß es einmal in einem Bericht der Heeßeler Vereinszeitung „HSV Echo“: „Bezahlen kann der Verein diese Pflege in dem Stundenumfang sicher nicht. Aber würdigen. Sie pflegen die Rasenflächen, bewässern und mähen diese in regelmäßigen Abständen, halten Kabinen, Sporthalle und Vereinsheim in Stand. Bei ihrer Arbeit teilen sie ihre handwerklichen Kräfte und Wissen ein und koordinieren die Arbeiten von Auftragsunternehmen. Auch Bäume und Sträucher werden durch sie gepflegt. Unersetzlich für den Verein. Unersetzlich für jedes Mitglied."
Wohl nur so ist es zu erklären, dass sich Wolfgang Sauer unter der Regie seiner Tochter Franziska zusammen mit seiner Frau Marianne und Sohn Philipp in die Pflicht nehmen ließ, als Anfang des Jahres die Verpachtung der Heeßeler Vereinsgaststätte im Raum stand, die die Familie Sauer nun mit Catering und Service in Eigenregie übernommen hat. Fürwahr verkörpert Wolfgang Sauer perfekt die Rolle des Heeßeler Urgesteins, das sich mit Leib und Seele dem kleinen HSV verschrieben hat.