„Wirtschaft live“ an der BBS Burgdorf erlebt

Kanban-Projekt im Wirtschafts-Unterricht - Lego einmal anders eingesetzt: Lara Falke (im Hintergrund), Alina Voigt, Verena Neumann und Marc Bode (v.l.). (Foto: Daniela Rosendahl)

Produktionsprozesse im Wirtschafts-Unterricht

BURGDORF (r/jk). Change Management – Produktionsprozessteuerung – Kanban: was hier sehr theoretisch und speziell klingt, wurde im Rahmen eines Unterrichtsprojektes eines Abiturkurses mit Referenten aus der Wirtschaft erprobt und erarbeitet. Die beiden Referenten, Matthias Köhler und Markus Rehrs, sind als Berater für das Technologie- und Beratungsunternehmen Zühlke Engineering GmbH tätig, das auch in Hannover eine Niederlassung besitzt.
In ihrem Workshop im Rahmen des Wirtschafts-Unterrichts am beruflichen Gymnasium Wirtschaft geht es um Kanban, ursprünglich eine Methode der Produktionsprozessteuerung, die sich nun auch in anderen Bereichen wie Krankenhäusern, Dienstleistungsunternehmen sowie der Softwareentwicklung verbreitet. Die Schüler hatten die Aufgabe, eine mehrstufige Fertigungskette in der LEGO-Haus-Produktion mittels vorgestellter Change-Management-Verfahren zu optimieren.
„So wird den Abiturienten die praktische Relevanz des aktuellen Abiturthemas ‚Change Management‘ nahe gebracht“, berichtet Lehrerin Dagmar Köhler, die das Projekt auch initiiert hat, „innerhalb eng gesteckter Zeitfenster Entscheidungen treffen, in geregelten Prozessen gleichzeitig strukturiert und kreativ handeln, die Auswirkungen der eigenen Entscheidungen bewerten und angemessen reagieren, diese Fertigkeiten werden von den angehenden Abiturienten auch später im Berufsleben gefordert werden.“
„ Es hat Spaß gemacht und es wurden viele Beispiele genannt. Damit war das Projekt sehr anschaulich“, fasst Simon Schreiber die Ergebnisse zusammen. Wirtschaft live also: aktiv handeln und lernen, nicht nur darüber reden. „ So bekommen wir einen ganz anderen Zugang zu dem Abiturthema im nächsten Frühjahr!“, resümierten die Kursteilnehmer einstimmig. „Und wir dürfen die Idee des Workshops weiter nutzen. Im nächsten Jahr werden wir dieses Projekt wieder durchführen“, stellt Dagmar Köhler in Aussicht.