Wie die Weihnachtszeit die Christen vereint

Sternsinger der Burgdorfer St. Nikolaus-Gemeinde am 6. Januar 1988. (Foto: VVV)
 
Weihnachten in Breslau 1941, rechts Artur Geisler – der spätere Burgdorfer berichtet in der Ausstellungsbroschüre über das Weihnachtsfest in Schlesien. (Foto: VVV)

Ausstellung „Weihnachten in aller Welt – gestern und heute“

BURGDORF (r/jk). „Weihnachten in aller Welt - gestern und heute“ heißt die neue Ausstellung, die der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf von Samstag, 3. Dezember, bis Sonntag, 8. Januar 2017, in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) präsentieren.
Fördernde Unterstützung leistet die Stadtwerke Burgdorf GmbH. Für die Zusammenstellung ist ein VVV-Ausstellungsteam mit Christel Hoffmann-Pilgrim, Anke Gehrke, Christoph und Halina Adolph, Marion Brunnecker, Luise Scholz und Burkhard Wolters verantwortlich. Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Beiprogramm zum FamilienSamstag

Zur Eröffnungsveranstaltung laden die Gastgeber am Samstag, 3. Dezember, um 14.00 Uhr ein. Der Caritas-Singkreis Burgdorf unter der Leitung von Petra Schulte sorgt für die musikalische Umrahmung. Bis zum 8. Januar 2017 erleben die Besucher ein attraktives Beiprogramm, zu dem u.a. der Burgdorfer Musiker Daniel Fernholz und das Blockflötenensemble der VHS Ostkreis Hannover beitragen. Im Rahmen des ersten von Stadtmarketing Burgdorf veranstalteten FamilienSamstags gibt es am 10. Dezember in der KulturWerkStadt von 11.00 bis 16.00 Uhr eine Kinderbetreuung mit Bastelaktionen.

Fest der Geburt Jesu Christi

Weihnachten ist das Freudenfest der Geburt Jesu Christi. Die kulturgeschichtliche Schau richtet den Fokus auf dessen historische Grundlagen und zeigt, wie sich Weihnachtsbräuche in Deutschland und anderen Ländern bis in die heutige Zeit entwickelt haben. Dabei erfahren die Besucher, worauf die Gepflogenheit des weihnachtlichen Beschenkens beruht und welche geschichtlichen Wurzeln hinter dem Weihnachtsmann, dem Nikolaus und dem Christkind sowie dem Weihnachtsbaum, dem Adventskranz und dem Adventskalender stehen. Ein weiterer Ausstellungsabschnitt befasst sich mit der Herkunft des „Friedenslichtes“ und dem Brauch des Sternsingens, den - wie in der ganzen Welt - die Burgdorfer katholischen Jugendlichen seit vielen Jahrzehnten pflegen und das gesammelte Geld wohltätigen Zwecken widmen.

Weihnachten auf hoher See

Im Blickpunkt steht auch die Geschichte der aktuell zum 11. Mal gestarteten Burgdorfer Weihnachtsbeleuchtung, deren Vorgeschichte bis in die 1930er Jahre zurückreicht. Zudem lenkt die Schau die Aufmerksamkeit auf die Berufsgruppe der Seeleute, die – wie der Burgdorfer Carsten Mätzke berichtet – die Weihnachtszeit oftmals weit entfernt von ihren Angehörigen auf hoher See oder in einem fremden Hafen verbringen mussten. An sie richtet die NDR-Radiosendung „Gruß an Bord“ seit 1953 Weihnachtsgrüße aus der Heimat von den weit entfernten Verwandten und Ehepartnern.
Eine Vielzahl sehenswerter Exponate verwandelt die KulturWerkStadt in ein festlich dekoriertes Weihnachtskabinett, das kleine und große Ausstellungsbesucher gleichermaßen fasziniert. Zu sehen sind Weihnachtsdekorationen in vielen Variationen, Krippen, Lichterbögen, Weihnachtsbasteleien, Spielzeug, Christbaumständer, Weihnachtsengel (vom Burgdorfer Metallbildhauer Hilko Schomerus entworfen), Geschirr und Weihnachtsschmuck mit großem Motivreichtum.

Broschüre zur Ausstellungs

Begleitend zur Ausstellung ist eine von Marion Brunnecker verfasste Broschüre erschienen. Dafür hat die Autorin mit 17 in Burgdorf lebenden Frauen und Männern verschiedener Nationalitäten gesprochen, die einen gemeinsamen christlichen Glaubenshintergrund aufweisen. Für den Leser blicken sie noch einmal auf die Weihnachtszeit in ihren Kindertagen zurück und erzählen, welche Traditionen und Gebräuche sie dabei geprägt haben. Auch heute noch geben viele der Befragten mit ihren Familien die früheren Weihnachtsbräuche ihrer ursprünglichen Heimatländer weiter. Weihnachtsrezepte der interviewten Personen runden die Broschüre ab. Sie ist zum Preis von 5 Euro in der KulturWerkStadt (an den Öffnungszeiten) und bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, erhältlich.