Weil das Sterben ein Teil des Lebens ist

Manuela Fenske-Mouanga (2.v.l.) sowie die Ehrenamtlichen Jens Schumacher (Uetze), Karin Kochinski (Hämelerwald) und Werner Feuge (Isernhagen; v.r.) werfen einen gemeinsamen Blick in die Sommerausgabe der Zeitschrift des Ambulanten Hospizdienstes für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze, „Der Begleiter“. (Foto: Georg Bosse)

Offene Türen und Ohren beim Ambulanten Hospizdienst

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Die moderne Hospizbewegung entstand Ende der 1960er Jahre in England. Die Hospizbewegung war die Antwort auf eine Gesellschaft, die das Sterben und die Sterbenden immer weiter an den Rand zu drängen drohte. Somit ist es ihr Hauptziel, das Sterben wieder als wichtigen Teil des Lebens ins öffentliche Bewusstsein zu rufen und damit den Sterbenden und ihren Angehörigen ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Dieses Ziel steht auch im Mittelpunkt der mittlerweile 34 ehrenamtlichen Begleiter/innen des Ambulanten Hospizdienstes für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze.
Anlässlich des Deutschen Hospiztages veranstaltete der Dienst des Diakonieverbandes Hannover-Land am vergangenen Montag, 14. Oktober, einen Tag der offenen Tür. Auf den Tag genau vor 13 Jahren wurde dieser Aktionstag ins Leben gerufen, um das Thema Sterben, Tod und Trauer im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern.
Seit 2005 findet jährlich am zweiten Samstag im Oktober der Welthospiztag mit dem Bestreben statt, die gesellschaftliche Unterstützung der Hospiz- und Palliative Care Bewegung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu erhöhen. Hospize sowie die Hospiz- und Palliativarbeit sollen einmal genauso selbstverständlich zu einer Stadt und einer Kommune gehören, wie Bibliotheken oder Freibäder. Denn Sterben ist ein Teil des Lebens.
Der Sterbevorgang ist eine Phase des Lebens, in der menschliche Zuwendung und Solidarität besonders gefordert sind. Der Ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze an der Schillerslager Straße 9 leistet hier Pionierarbeit. Angehörige, Ärzte und Pflegende brauchen Unterstützung, damit Menschen in den letzten Tagen und Wochen in Würde und Geborgenheit leben und sterben können. „Mit unserem Angebot zum Tag der offenen Tür wollten wir für Angehörige und sonstige Betroffene die Hemmschwelle senken, mit uns in Kontakt und ins Gespräch zu kommen“, so Hospizkoordinatorin Manuela Fenske-Muoanga.
Kontakte und weitere Informationen unter der Telefonnummer: (05136) 89 73 11, per Email: hospizdienst.burgdorf@evlka.de oder über das Internet: www.ambulanter-hospizdienst.de. Ein Spendenkonto ist unter 72 11 über den Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Burgdorf bei der Stadtsparkasse Burgdorf (BLZ: 251 513 71), Stichwort: Hospiz-Stiftung, eingerichtet.