Weferlingser Ortswehr verzeichnete ein Rekordeinsatzjahr

Flankiert von Ortsbrandmeister Karsten Leinemann (l.) und Vize-Stadtbrandmeister Florian Bethmann (r.), konterte Bürgermeister Alfred Baxmann die anhaltende Kritik der Weferlingser Kameraden/innen bei den baulichen und handwerklichen Mängeln am Feuerwehrhausanbau. (Foto: Georg Bosse)

Tiefs „Eberhard“, „Thompson“ und „Zeljko“ hielten Feuerwehrleute auf Trab

WEFERLINGSEN (gb). Ein Heizkörper, der im neuen Feuerwehrhausanbau seit vier Monaten rostet und eine schleifende Tür, die sich nicht richtig schließen lässt, sind bauliche und handwerkliche Mängel, bei denen sich Weferlingsens Ortsbrandmeister Karsten Leinemann von der Stadt im Stich gelassen fühlt. „Ich fühle mich ein wenig veräppelt“, sagte er am vergangenen Samstag anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Ortswehr Weferlingsen in Richtung Bürgermeister Alfred Baxmann.
Dieser ging in seinem Grußwort sofort auf die Schelte ein, indem er mahnte, bei den Ansprüchen an Gerätschaften und Gebäuden doch bitte „die Kirche im Dorf“ zu lassen. „Der Anbau darf natürlich „keine unendliche Geschichte“ werden. Aber bei den ständig wachsenden Anforderungen sind die Mitarbeiter/innen der Stadt bis „an die Oberkante“ beschäftigt. In Rat und Verwaltung sind die Mittel für die Feuerwehren nicht umstritten. Doch bitte ich um Verständnis, dass beispielsweise „schiefe Türen“ nicht das brennende Problem sind. Eher, dass die ständig wachsende Stadt für ausreichend Krippen, Kitas und Schulräumlichkeiten sorgen muss“, erklärte Baxmann, ohne die Mängelliste der Weferlingser Wehr herunterspielen zu wollen.
Der Bericht von Karsten Leinemann machte deutlich, dass die 34 aktiven Weferlingser Feuerwehrmänner und -frauen in 2015 eine wichtige Rolle im Konzert der ehrenamtlichen Burgdorfer Ortswehren gespielt haben. „Bei 51 Einsätzen und insgesamt 4.167 Arbeits- und Dienststunden haben wir nachgewiesen, dass wir eine gut ausgebildete und schlagkräftige Ortswehr sind. Wir hatten nach Heeßel die höchste Einsatzzahl im Stadtgebiet“, unterstrich der Ortsbrandmeister. Unter anderem mussten zehn Brandeinsätze, 24 Hilfeleistungen nach Stürmen sowie fünfmal Amtshilfe für den ASB und die Region bei der Bewältigung der Flüchtlingswelle abgearbeitet werden. So waren die abgelaufenen zwölf Monate für die Weferlingser Feuerwehrleute ein Rekordeinsatzjahr.
Kämmerer und 1. Stadtrat Lutz Philipps sowie der Feuerwehrausschussvorsitzende Gerald Hinz würdigten die „wertvollen Dienste“ der Burgdorfer Wehren. „Mit Wolfgang Schlusche als neuem Mitarbeiter haben die Feuerwehren einen weiteren „Brückenkopf“ in der Gebäudewirtschaft. Darüber hinaus sind bis 2019 alles in allem 2,05 Millionen Euro Investitionssumme, hauptsächlich für Fahrzeuge und das Feuerwehrhaus Schillerslage, vorgesehen“, so Philipps und Hinz sagte: „Ohne die Feuerwehren wäre die Stadt aufgeschmissen. Jetzt werden erst einmal alle Ortswehren mit aktueller EDV (PC/Laptop) für die neue Feuerwehr-Verwaltungssoftware ausgestattet.“ Bei der Bedeutung für die Stadt seien die Feuerwehren doch die „geilste Kostenstelle“, setzte der stellvertretende Stadtbrandmeister, Florian Bethmann (Burgdorf), noch obendrauf, bevor er die üblichen Ernennungen, dieses Mal für Alex Hauker-Ehlermann, Lukas Kuhfuß (beide zu Feuerwehrmännern) und Kenneth Alraun (zum 1. Hauptfeuerwehrmann), der auch noch den „Heiligen Florian“ für die meisten Dienste in 2015 (80) entgegennehmen konnte, sowie an Grit July (zur Löschmeisterin) vornahm. Eine Ehrung für 25-jährige Treue zum Feuerwehrwesen erhielt Henrik Brönnemann.