Wahrendorff-Arena wird aus der Taufe gehoben

Wahrendorff-Geschäftsführer Dr. Matthias Wilkening, 1. Vorsitzender Jürgen Stern (RSE), Trainer Kurt Becker (RSE) und 96 - "Fußballgott" Carsten Linke (Mitarbeiter Sporttherapie im Klinikum Wahrendorff) (Foto: Klaus Depenau)

Ein Beitrag von Klaus Depenau - Bei freiem Eintritt beim Spiel zwischen RSE und Heeßel am 26. März 2017

RAMLINGEN (kd). Jürgen Stern, langjähriger Vorsitzender des SV Ramlingen/Ehlershausen, versuchte die Spannung bis zum Schluss hochzuhalten, als er zu einem Pressegespräch zum Thema einlud, das unter dem Motto stand: "Es tut sich eine Menge beim RSE."
Die Überraschung ließ dann auch nicht lange warten, indem Jürgen Stern im Beisein von Geschäftsführer Dr. Matthias Wilkening vom Klinikum Wahrendorff und 96-"Fußballgott" Carsten Linke als Mitarbeiter der Sporttherapie im Klinikum Wahrendorff) mit Stolz verkündete: "Unser Waldstadion in Ramlingen heißt ab sofort "Wahrendorff-Arena".
Als sichtbares Zeichen für die Kooperation zwischen dem Fußball-Landesligisten und dem Klinikum wurde bereits am Klubhaus des RSE ein großes Leuchttransparent angebracht, das auch nach außen hin die Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Wahrendorff und dem Sportverein SV Ramlingen/Ehlershausen dokumentieren soll. Eingefädelt hatten den Deal die beiden Macher an der Spitze, die sich bereits seit zwei Jahrzehnten kennen, wie Jürgen Stern und Dr. Matthias Wilkening wissen ließen.
Das Burgdorfer Stadtderby zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen und dem Heeßeler SV werden die beiden Vertragspartner am Sonntag, 26. März, ab 14.50 Uhr vor dem Anpfiff um 15 Uhr zum Anlass nehmen, das Waldstadion offiziell in die Wahrendorff-Arena umzubenennen. Damit bei dem feierlichen Akt möglichst viele Zuschauer bei der "Taufe" dabei sein werden, haben alle Zuschauer freien Eintritt.
Doch nicht nur das. So erhalten alle weiblichen Besucher einen Frühlings-Blumengruß überreicht. Außerdem wird eine kleine Tombola bei einem Lospreis von 1 Euro angeboten, bei dem es neben einem kostenlosen Wochenende mit einem Ford vom Autohaus Giesche, sowie Gutscheinen im Wert von 100 Euro vom Sporthaus Gösch und Gasthaus Bähre, und Eintrittskarten für Hannover 96 und die "Recken" zu gewinnen gibt.
Jürgen Stern erwähnte in seiner Begrüßungsansprache einmal mehr die enormen Kosten, die auf Amateurvereine wie dem RSE zukommen. Daher sei er besonders froh, dass das Klinikum Wahrendorff in der Person von Dr. Matthias Wilkening seinen Verein unterstütze, der mit zwölf aktiven Jugendmannschaften bereits herausragende Jugendarbeit leiste und damit auch reichlich Erfahrung mit der Integration habe, die letztlich auch für das Zustandekommen des Vertrages beitrage.
"Das Klinikum Wahrendorff ist das Fachkrankenhaus für die Seele und eine große Einrichtung der Einrichtungshilfe", betonte das Klinikum noch einmal in einer Broschüre, in der es auch noch einmal darauf hinwies, welche Eingliederungshilfen in Form von Wohn - und Lebensperspektiven für seelisch und geistig behinderte Menschen das Klinikum Wahrendorff leiste, das mit 1.400 Mitarbeitern und über 100 Ausbildungsplätzen zu den größten regionalen Arbeitgebern in der Region zählt.
Mit Hilfe von Sportvereinen, wie Hannover 96 und auch dem RSE sollen die Partienten am normalen Leben teilnehmen", lautet der Wunsch von Dr. Matthias Wilkening, der bereits am selben Tag mit Unterstützung von Carsten Linke in die Tat umgesetzt wurde. So feuerten beim Nachholspiel,des RSE gegen den TSV Pattensen neun Bewohner des Klinikums, die mit einem Bus angereist kamen, die Ramlinger Mannschaft an.
Leider ohne Erfolg, wie das Ergebnis von 0:1 zeigt. "Das ist für unseren neuen Fanklub aber kein Hinderungsgrund, gegen Heeßel am Sonntag nicht wieder zu kommen, um uns anzufeuern", ist sich Trainer Kurt Becker sicher, der die Patienten höchstpersönlich in Empfang nahm und vor dem Spiel mit einer Mütze und einem Fanschal auszustatten.