Vorlesetag in Lehrte

Die Grundschüler/innen aus Lehrte-Süd lauschten der Geschichte des Robotermädchens vorgelesen von Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk.

Bürgermeister Klaus Sidortschuk las Grundschüler/innen vor

LEHRTE (dno). "Wer liest denn viel und gerne?", fragte Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk in die Runde. Die Arme der Viertklässler gingen zahlreich nach oben. Auch auf die Gegenfrage, "wer denn lieber Playstation spielen würde", gab es zaghaft ein paar Meldungen. Doch der Bürgermeister zeigte sich zufrieden:"Das Ergebnis ist eindeutig. Die Überzahl scheint lieber zu lesen."
Märchen und Geschichten begeistern Kinder jeden Alters. In verschiedene Welten abtauchen und mit Helden auf Abenteuertour gehen, fördert die Phantasie. Trotz Handy, Videospiele und Computer – die Freude an Büchern ist ungebrochen. Damit dies auch so bleibt und die Kinder zum Lesen animiert werden, findet jährlich der bundesweite Vorlesetag statt - und das schon seit 13 Jahren! Als gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung, soll die wichtige Funktion des Vorlesens gewürdigt werden. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen. An dem 17. November gehen Personen des Öffentlichen Lebens, Politiker sowie bekannte Persönlichkeiten in Schulen, Bibliotheken, Kitas sowie sozialen Einrichtungen und lesen Kindern vor.
Auch die Stadt- und Schulbibliothek Lehrte lud einen Tag vor dem Vorlesetag in die Burgdorfer Straße ein. Eigentlich sollte der Niedersächsische Ministerpräsident den Schüler/innen vorlesen. Doch Stefan Weil weilte bei Koalitionsgesprächen und so sprang Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk kurzfristig ein.
Er las den etwa 50 Viertklässlern der Grundschule Lehrte-Süd aus dem Bestseller "Das Wunder der wilden Insel" von Peter Brown vor, aber "ohne das Ende zu verraten". "Wer wissen möchte wie es ausgeht, kann das Buch hier ausleihen oder natürlich kaufen", so der Bürgermeister.
Die Grundschüler/innen lauschten gebannt der spannenden Geschichte vom Robotermädchen Roz, die auf einer einsamen Insel strandet, ohne zu wissen, wie sie eigentlich dorthin gekommen ist. Das Wetter und ein wilder Bär setzen ihr hier übel zu, und Roz begreift, dass sie sich ihrer Umgebung anpassen muss, wenn sie überleben will. Also beobachtet sie, erlernt die Sprache der Tiere und entdeckt, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sie weiterbringen. Viele würden das Blechmonster zwar am liebsten verjagen, aber Roz gibt nicht auf. Sie zieht ein Gänseküken auf, und endlich fassen die Tiere Vertrauen. Als Roz dann in großer Gefahr schwebt, stehen sie ihr als Freunde bei.