Von „Yeah!, Yeah!, Yeah!“ zu „Give Peace a Chance“

Einzigartige Exponate zu John Lennons Leben sind in der neuen Sonderausstellung in der KulturWerkStadt zu sehen. (Foto: VVV)

Sonderausstellung „Imagine … John Lennon“ in der KulturWerkStadt

BURGDORF (r/jk). Ein Attentat setzte seinem Leben am 8. Dezember 1980 ein tragisches Ende. Doch das begnadete Ausnahmetalent John Lennon, das mit seiner Musik Millionen Menschen zutiefst bewegte, bleibt unvergessen. Vom 17. Dezember bis 19. Februar 2012 erinnern der VVV und die Stadt Burgdorf in KulturWerkStadt (Poststraße 2) mit der Sonderausstellung „Imagine … John Lennon“ an das legendäre Pop-Idol und seine wichtigsten Lebensstationen. Michael-Andreas Wahle und Mathias Spang, die sich seit 1983 intensiv mit der Geschichte der Beatles auseinandersetzen, haben die Ausstellung zusammenstellt. Wahle eröffnet die Ausstellung am Sonnabend, 17. Dezember, mit einer Führung, die um 14.00 Uhr beginnt.
Vor 40 Jahren kam Lennons Friedenshymne „Imagine“ heraus. 2004 erhielt sie den dritten Platz in der Liste der „500 besten Songs aller Zeiten“. Aus diesem Anlass erinnern die beiden Ausstellungsmacher an ihren Schöpfer, der mit diesem Titel eines seiner erfolgreichsten Lieder veröffentlichte. Bei ihren Recherchen konnten sie sich der Unterstützung mehrerer Wegbegleiter John Lennons versichern und so der Exponatsauswahl eine detailgetreue Authentizität verleihen. Mit einzigartigen Dokumenten, teilweise unbekannten Fotos und ausgesuchten Erinnerungsstücken zeichnet die Schau das Leben John Lennons, der am 9. Oktober 1940 in Liverpool geboren wurde.
Beim Gang durch die Ausstellung tauchen die Besucher in die „Wilden Sechziger“ ein, an deren Aufbruchsstimmung der Aufstieg der englischen Band „The Beatles“ mit John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr einen großen Anteil hatte. Mit Songs wie „She Loves You, Yeah Yeah, Yeah“ (ihre bestverkauften Single), „Help“, „Let It Be“, „All You Need Is Love“ oder „Hey Jude“, die Lennon zusammen mit Paul McCartney schrieb, lösten die vier Musiker eine regelrechte „Beatlemania“ aus. Sie führte zu einer einzigartigen Erfolgswelle bis zur plötzlichen Auflösung der Band im Jahr 1970. Bereits ein Jahr vorher hatte Lennon mit der japanischen Künstlerin Yoko Ono, die er seit 1966 kannte und drei Jahre später heiratete, die „Plastic Yono Band“ gegründet (mit „Give Peace a Chance“ als erstem großen Hit) und sich seitdem zusehends von den „Beatles“ entfremdet.
Bis zu seinem frühen Tod prägte in den Jahren nach dem Ende der „Beatles“ die Beziehung mit Yoko Ono den neuen künstlerischen Lebensweg Lennons. Auf seine weit ausstrahlenden Spuren begibt sich eine weitere Etappe der Schau, in der Originaldokumente aus dieser Zeit zu sehen sind. Nach dem am 17. November 1980 erschienenen Album „Double Fantasy“ beendete das Schicksal gewaltsam die musikalische Zusammenarbeit von Lennon und Ono. Drei Wochen später fiel Lennon dem Attentat zum Opfer. Als Wegbereiter gesellschaftskritischer Popmusik hat er sich einen unauslöschlichen Platz in der Musikgeschichte erobert.
Die KulturWerkStadt ist sonnabends und sonntags in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr für Besucher geöffnet. Nach Absprache mit VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich (Tel. 05136 – 1862) sind für Besuchergruppen Sonderführungen auch innerhalb der Woche möglich.