Von „Sister Act“ bis zum „Zigeunerbaron“

Der Hohner Ring entführt am 12. März mit der Märzmusik von „Sister Act“ bis zum „Zigeunerbaron“. (Foto: Hohner Ring Burgdorf)

„Märzmusik“ des Hohner-Rings am 12. März im StadtHaus

BURGDORF (r/jk). Dramatischen und vergnügten „musikalischen Bühnengeschichten“ ist die aktuelle „Märzmusik“ gewidmet, zu der das Akkordeon-Orchester Hohner-Ring Burgdorf am Sonntag, 12. März, um 16.00 Uhr in das Veranstaltungszentrum StadtHaus (Sorgenser Straße 31) einlädt.
Im Rahmen seines 48. Jahreskonzerts spielt das 18-köpfige und von einem Schlagzeuger unterstützte Ensemble eine kontrastreiche Melodienfolge aus der schillernden Welt des Musicals und der Operette. Am Dirigentenpult steht Angelika Nikolai. Zu hören sind Werke von Johann Strauss Sohn, Andrew Lloyd Webber, Leonard Bernstein, Richard Rodgers, Ralph Benatzky, Leon Jessel, Jim Jacobs und Claude-Michel Schönberg. Durch das Konzertprogramm führen Christel und Klaus-Dieter Garms.
Im ersten Konzertteil spielt der Hohner-Ring zunächst zwei Gospel-Melodien aus dem Musical-Film „Sister Act“, durch den Whoopi Goldberg, als Nonne verkleidete Bar-Sängerin, zu Weltruhm gelangte. Eine tragische Liebesgeschichte aus der Zeit des Vietnamkrieges erzählt Claude-Michel Schönbergs 1989 uraufgeführtes Musical „Miss Saigon“. Das Akkordeon-Orchester verwandelt dessen berührende Melodien in ein intensives Hörerlebnis. Mit Ausschnitten aus Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ geht es in die unterirdischen Gefilde der Pariser Oper, in denen ein verunstalteter Künstler haust, dessen unerfüllbare Liebe zu einer jungen Sängerin einen verhängnisvollen Ausgang nimmt. Mitreißende Melodien aus dem 1971 entstandenen Musical „Grease“ schließen sich an. Dessen spätere Verfilmung katapultierte John Travolta in die erste Riege der Hollywood-Stars.
„Maria“, „I feel pretty“ und „Tonight“: Dies sind einige legendäre Melodien aus dem Musical „West Side Story“, die der Hohner-Ring in einer hörenswerten Interpretation wiedergibt. In dem 1957 entstandenen sozialkritischen Werk entführt der Komponist Leonard Bernstein die Zuhörer in die von Aggressionen und Hass aufgeladene Hinterhofwelt der New Yorker Armenviertel und zeichnet das von keinem Happy-End gekrönte Schicksal eines Liebespaares nach, das verfeindeteten Banden angehört.
Heitere Töne schlägt das Akkordeon-Orchester im zweiten Konzertteil an. Nach Ausschnitten aus dem Musical „Oklahoma“ von Richard Rodgers geht es über den großen Teich zurück nach Österreich. An dessen Wolfgangsee siedelte Ralph Benatzky seine Operette „Im weissen Rössl“ an, über der er das reichhaltige Füllhorn seiner melodischen Begabung ausschüttete. Ausgeprägter Klangzauber zeichnet auch Leon Jesssels im letzten Kriegsjahr 1917 uraufgeführtes und 1950 verfilmtes Singspiel „Schwarzwaldmädel“ aus. Nach diesem leichtfüßigen Stimmungsbild aus dem Südwesten Deutschlands bricht das Orchester zu einer musikalischen Reise in die ungarisch-türkische Grenzregion Siebenbürgen auf. Dort spielt sich die turbulente Bühnenhandlung der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss Sohn ab, aus der der Hohner-Ring einen klangvollen Melodienreigen spielt und damit den offiziellen Konzertteil ausklingen lässt.
Eintrittskarten gibt es zum Preis von 9 Euro (Tageskasse: 10 Euro) bei „Vier Jahreszeiten Floristik“, Uetzer Straße 95, Burgdorf, „Wein und Foto Nietmann“, Bahnhofstraße 4 B, Lehrte sowie über die Internetseite www.hohner-ring.de.