Von New York nach Burgdorf

Frank Seger (l.) sowie Alfred Baxmann und Simone Heller (v.r.) hießen die Burgdorfer „NewBürger“, Wolf und Hillen von Maltzahn (Mi; v.l.), zu Füßen des Wahrsagers „Wicken Thies“ mit einem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt 2016 willkommen. (Foto: Georg Bosse)

Hillen und Wolf von Maltzahn sind vorweihnachtliche „NewBürger“

BURGDORF/ALTKREIS (gb). „If I can make it there, I´gonna make it anywhere...“, heißt es in der von Frank Sinatra (1915-1998) gesungenen Huldigung an New York. Wolf W. von Maltzahn hat es nicht nur in der US-amerikanischen Ostküstenmetropole geschafft, sondern unter anderem zuvor in Kiel, Stuttgart und Hannover, im texanischen Arlington, in Dallas und zuletzt auch in der Stadt, „die niemals schläft“. Dem Abitur (1966) in Kiel folgten Studienjahre in Stuttgart und Hannover. Nach seiner Promotion in der Biomedizintechnik in Hannover (1979) zog es Wolf v. Maltzahn von der Leine in die Vereinigten Staaten. Anschließend forschte und lehrte er an verschiedenen Universitäten der USA mit Schwerpunkt „Biomedizinische Instrumentierung“. Als Autor oder Co-Autor verfasste Wolf v. Maltzahn über 80 Publikationen in Büchern, Zeitschriften und für Konferenzen.
Währenddessen hatte Hillen, eine sportliche junge Frau aus Hannover, im schleswig-holsteinischen Ratzeburg ihre zwei Koffer gepackt und war ebenfalls über den „großen Teich“ aufgebrochen. In einer deutschen Kirchengemeinde in Washington DC lernte sie Wolf kennen und lieben…
Mit ihren leichtathletischen Erfolgen ist Hillen von Maltzahn in den „Track & Fields“-Ranglisten vertreten. So hält sie seit 2009 den Europarekord im 2.000 Meter Hindernislauf der Altersklasse W60 und hatte vor einigen Jahren mit 2,60 Metern die zwischenzeitliche Bestmarke für Seniorinnen im Stabhochsprung aufgestellt.
Hillen und Wolf v. Maltzahn hätten „anywhere“ gehen können. Aber sie entschieden sich nach rund 40 Jahren New York für Burgdorf als neuen Wohnsitz in der alten Heimat. „Wir haben einen Ort gesucht, von dem aus unsere Familienanbindungen innerhalb von etwa 15 Kilometern zu erreichen sind. Auch die guten Anbindungen an Hannover sprachen für Burgdorf“, erklärte Wolf v. Maltzahn. Das freute besonders Bürgermeister Alfred Baxmann und seine Stellvertreterin Simone Heller, die die „NewBürger“ zum Auftakt des Burgdorfer Weihnachtsmarktes auf dem Spittaplatz trafen und sie gleich gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister von Aligse, Frank Seger, mit einem Glühwein willkommen hießen. Und vielleicht gibt es bald noch mehr „NewBürger“ in der Auestadt. „Als wir gingen, haben uns Freunde gefragt, ob es für sie noch Platz in Burgdorf gibt, wenn Donald Trump US-Präsident wird“, schmunzelten die zwei Heimkehrer.