Von der Laufmaschine bis zum Designfaltrad

Neue Möglichkeiten der Mobilität bietet das Fahrrad seit bald 200 Jahren. Die neue Ausstellung in der Burgdorfer KulturWerkStadt bietet interessante Einblicke in die Entwicklung. (Foto: VVV)

Ausstellung „Die Welt fährt Rad“ ab 17. Januar in der KulturWerkStadt

BURGDORF (r/jk). „Die Welt fährt Rad“ heißt die neue Ausstellung der Radfahrgalerie Burgdorf, die der VVV und die Stadt Burgdorf vom Sonnabend, 17. Januar, bis Sonntag, 6. April 2015, in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) präsentieren.
Im Mittelpunkt der Fahrradschau steht die internationale Verbreitung des Fahrrades seit dem 19. Jahrhundert. Zahlreiche Leihgaben stammen vom Deutschen Fahrradmuseum Bad Brückenau. Maßgebliche Unterstützung leisten die VR Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und die Hannoversche Volksbank. Die Eröffnung findet am Freitag, 16. Januar, statt. Eckhard Paga, Filialdirektor der Hannoverschen Volksbank, begrüßt die Gäste um 18.00 Uhr. Die offizielle Eröffnung übernimmt Bürgermeister Alfred Baxmann. Im Anschluss gibt Walter Euhus, Leiter der Radfahrgalerie Burgdorf, eine Einführung in die Ausstellung. Gäste sind herzlich willkommen.

Modelle aus „aller Herren Länder“

Seit seiner Erfindung vor bald 200 Jahren in Deutschland eroberte das Fahrrad von den Metropolen bis in die kleinsten Dörfer Schritt für Schritt die ganze Welt. Als kostengünstiges und mit eigener Körperkraft zu bedienendes Fortbewegungsmittel eröffnete es den Menschen rund um den Globus neue Möglichkeiten der Mobilität und erlaubte die schnelle Überwindung größerer Strecken. So bestimmten in Asien bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts Millionen von Fahrrädern den Verkehr in den Städten. Die Besonderheiten in jeder Kultur und jedem Land förderten die mannigfaltigsten Entwicklungen zutage. Diese waren nicht nur technischer Art, wie die „Bakfiets“ als spezielle Lasten- und Arbeitsfahrräder in Holland zeigen. Sie prägten sich auch auf modischem Gebiet in der Entwicklung von Designfahrrädern als Lifestyle-Produkten in den USA und Japan aus.
In der Ausstellung veranschaulichen Fahrradmodelle aus „aller Herren Länder", welche unterschiedlichen Entwicklungen mit der landestypischen Prägung der Zweiräder verbunden waren. Indische Rikschas, bergtaugliche Schweizer Fahrräder und Single-Speed Rennräder ohne Gangschaltung, die von den Fahrradkurieren in New York genutzt werden, stehen ebenso im Fokus wie Alltags- und Reisefahrräder aus verschiedenen europäischen Herkunftsländern und Zeitepochen.

Hochklassige Palette
internationaler Räder

Die Ausstellungsbesucher begegnen einer hochklassigen Palette internationaler Fahrräder. Herausragende Exponate sind die englische Laufmaschine aus dem Jahr 1818, das französische Hochrad von 1875 und das amerikanische Sicherheitshochrad von 1888. Zu den weiteren Blickfängen gehören das schwedische Herrenrad „Svea“ (Baujahr: 1896), ein Österreichisches Waffenrad von 1914, das in den 1930er Jahren fabrizierte Schweizer Luxus-Touren-Sportrad „Motosacoche“ sowie das seit 1970 Chinas Straßen bevölkernde Herrenrad „Flying Pigeon“. Auf Infotafeln und vielen großformatigen Fotografien werden interessante „Fahrrad-Geschichten“ aus aller Welt erzählt.
Die KulturWerkStadt ist sonnabends und sonntags in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Vereine und Gruppen haben die Möglichkeit, mit VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich (Tel. 05136/1862) einen Führungstermin zu vereinbaren, der innerhalb der Woche liegt.