Von Bethlehem nach Burgdorf

Konfirmanden der Martin-Luther-Gemeinde bringen das Friedenslicht in einer Laterne nach Ehlershausen. Am Bahnsteig entzünden einige der Jugendlichen gleich noch ihre eigenen Kerzen daran, um sich ihr persönliches Friedenslicht mit nach Hause zu nehmen. (Foto: Martin-Luther-Gemeinde)

Bürger können Friedenslicht in der Martin-Luther-Kirche Ehlershausen und in der St. Nikolaus-Kirche Burgdorf abholen

BURGDORF/EHLERSHAUSEN (fh). Konfirmanden der Martin-Luther-Gemeinde Ehlershausen haben das Friedenslicht am dritten Advent nach Burgdorf gebracht. Es kann jetzt bei den Gottesdiensten in Ehlershausen, Ramlingen und Otze, vor dem Pfarrhaus in Ehlershausen sowie in der St. Nikolaus-Kirche in Burgdorf abgeholt werden. "Wir wünschen uns, dass es um Weihnachten herum in vielen Wohnungen und Häusern dieser Stadt leuchtet", sagt Wolfgang Obst von der St. Nikolaus-Gemeinde.
Ende November hat der zwölfjährige Tobias Flachner aus Österreich das Friedenslicht in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet und es nach Wien gebracht. In der österreichischen Hauptstadt ist es bei einem Aussendegottesdienst an Friedenslicht-Delegationen aus vielen Ländern verteilt worden. Über Hannover kommend erreichte es so auch die Auestadt. Seit vielen Jahren bringt Pastorin Susanne Paul es zusammen mit Jugendlichen aus der Martin-Luther-Gemeinde in die Burgdorfer Ortschaften und teilt es ökumenisch mit der St. Nikolaus-Gemeinde.
Bei einer Lichterandacht in der katholischen Gemeinde konnten die Gläubigen ihre eigene Kerze an dem mitgebrachten Friedenslicht entzünden. Pfarrer Martin Karras gemahnte in seiner Predigt, wie aktuell die Botschaft sei, die vom Kind in der Krippe ausgeht, dass Frieden sein möge auf dieser Erde, trotz Terror und kriegerische Auseinandersetzungen in vielen Ländern.
Wer sich noch sein persönliches Friedenslicht mit nach Hause nehmen möchte, hat dazu auch weiterhin Gelegenheit. Vor dem Pfarrhaus der Martin-Luther-Gemeinde, Ramlinger Straße 25, in Ehlershausen, kann es noch bis Neujahr jederzeit abgeholt werden. Auch in den Gottesdiensten in Ehlershausen, Ramlingen und Otze ist das möglich.
Das Friedenslicht wird seit 1986 jährlich in Bethlehem entzündet. Dieser Brauch ist auf Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF) entstanden. Jedes Jahr reist ein von dem Sender ausgewähltes Kind in die Geburtsstadt Jesu, um dort die Kerze zu entzünden. Die Idee dahinter: Das in Bethlehem entzündete Licht soll als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden.Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes soll an die weihnachtliche Botschaft erinnert werden und an den Auftrag, Frieden zu stiften.