Vom „Luftgeist“ bis zum Weltrekord-Velomobil

Ausstellung „200 Jahre 2-Rad“ endet Pfingstsonntag

BURGDORF (r/jk). Bis zum Pfingstmontag, 5. Juni, ist im Untergeschoss des Stadtmuseums (Schmiedestraße 6) die Ausstellung der Radfahrgalerie Burgdorf „200 Jahre 2-Rad – Von der Laufmaschine zum Velomobil“ zu sehen. Gastgeber sind der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf. Im Zentrum der Fahrradschau steht eine Auswahl historischer Fahrradkonstruktionen, die die prägnantesten Entwicklungsstufen in der Geschichte des Zweirades vom Laufrad des Freiherrn Drais von Sauerbronn bis zu den Velomobilen widerspiegelt. Ein weiterer Ausstellungsteil richtet den Fokus auf die Geschichte des Radsportes und die mit dem Radfahrer-Club Burgdorf 1887 einsetzende Gründung von örtlichen Fahrradvereinen.
Am Pfingstsonntag, 4. Juni, haben die Museumsbesucher um 14.30 Uhr noch einmal die Gelegenheit, mit Gerhard Rickert von der Radfahrgalerie Burgdorf einen geführten Rundgang durch die Ausstellung zu unternehmen. Zu sehen ist u.a. eine ab 1871 unter dem Namen „Ariel“ (Luftgeist) verkaufte Hochradkonstruktion, die gegenüber den Vorgängern eine ganze Reihe innovativer Veränderungen aufwies. Dazu zählten Vollgummireifen, Speichen aus Stahldraht, eine neue Bremse und als besonders hervortretendes Merkmal ein großes Vorder- und ein kleines Hinterrad, dem nur noch eine Stützfunktion zukam.
Die vorgestellte Fahrradpalette umfasst zudem ein 1890 entstandenes Niederrad. Mit ihm schlug die Geburtsstunde des modernen Fahrrades, das bereits mit allen bis heute beibehaltenen Ausstattungsmerkmalen versehen war. Dessen Entwickler John Kemp Starley und William Sutton gaben ihm den Beinamen „Rover“ (Wanderer). Als Höhepunkt der Führung sehen die Teilnehmer zwei moderne Konstruktionen des Aerodynamikers Eggert Bülk. Dabei handelt es sich um ein voll verkleidetes Bauchliegerad aus dem Jahr 1985 und ein Velomobil „Milan“ aus dem Jahr 2010, mit dem bereits 26 Weltrekorde gelangen.