Vier Veranstaltungen zum Thema „Todesstrafe“ in Burgdorf

Die aktiven Mitglieder der lokalen ai-Gruppe Hannover Nordost (Burgdorf, Burgwedel, Uetze, Isernhagen & Wedemark) André Ohnhold (Burgdorf), Irmgard Henze (Uetze), Sabine Müller (Burgwedel) und Heike Könecke (Burgdorf) laden mit Sprecherin Erika Büchse (Burgdorf; r.) im Rahmen einer Aktionswoche gegen die Todesstrafe zu vier Veranstaltungen in der Auestadt ein. (Foto: Georg Bosse)

Amnesty International setzt Zeichen gegen staatliche Exekutionen

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Vor neun Jahren wurde Ajatollah Sayyed Hossein Kazemeyni Borudscherdi im Iran zum Tode verurteilt. Der Autor zahlreicher Abhandlungen, die sich mit dem Koran, mit Spiritualität und ethischen Fragestellungen beschäftigten, hatte sich für die Trennung von Religion und Staat eingesetzt. „Die Inhaftierung erfolgte nach Aberkennung seiner Ajatollahwürde, um ihn nicht zu einem Märtyrer werden zu lassen. Mittlerweile ist die unmenschliche Höchststrafe in eine 11-jährige Gefängnishaft umgewandelt worden“, erklärt die Sprecherin der Amnesty International-Gruppe (ai) 1005 (Burgdorf, Burgwedel, Uetze, Isernhagen & Wedemark), Erika Büchse. Die Gruppe kümmert sich seit sieben Jahren um diesen Häftling.
Ab Sonntag, 11. Oktober, findet bis zum Freitag, 16. Oktober, eine ai-Aktionswoche gegen die Todesstrafe in Burgdorf statt. Unter dem Credo „Für eine Welt ohne Todesstrafe“ sind zu diesem Thema vier Veranstaltungen geplant: Sonntag, 11.10., ab 10.00 Uhr ein Themen-Gottesdienst in der Burgdorfer St. Pankratiuskirche; Dienstag, 13.10., ab 11.30 Uhr die Eröffnung einer Amnesty International-Ausstellung im historischen Rathaus I an der Marktstraße mit begleitenden Worten der Stadt und von Dr. Eberhard Rumpf aus Burgdorf; Mittwoch, 14.10., ab 20.00 Uhr ein Kinoabend in der Burgdorfer Neuen Schauburg „Das Mädchen Hirut“ und am Freitag, 16.10., liest Dieter Hufschmidt vom Niedersächsischen Staatstheater Hannover ab 19.00 Uhr ausgewählte Texte zur Todesstrafe im Ratssaal des Burgdorfer Schlosses am Spittaplatz.
Amnesty International weist darauf hin, dass in den vergangenen 30 Jahren Fortschritte bei der Realisierung des Zieles, „Abschaffung der Todesstrafe weltweit“, gemacht worden sind. Aber immer noch muss die ai-Botschaft lauten: Die Todesstrafe ist keine angemessene staatliche Antwort auf Kriminalität, Mord oder politische Opposition. Regierungen, die vorgeben rechtsstaatlich zu sein und die Menschenrechte zu achten, wie beispielsweise die Vereinigten Staaten von Amerika (USA), können nicht gleichzeitig die Todesstrafe verhängen und in vielen Fällen auch vollstrecken lassen.
Weitere Informationen zur ai-Gruppe 1005 unter: www.ai-1005.de. Menschen die eventuell für Amnesty International aktiv werden möchten, melden sich bitte bei Erika Büchse unter der Telefonnummer: (05136) 1500.