Viele Unfälle wegen Glatteis

Kommunen haben Probleme bei der Streusalzbeschaffung

BURGDORF/UETZE (jk). Es gibt weiterhin Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs durch die winterlichen Straßenverhältnisse. Die Verkehrsteilnehmer sollten sich auch weiterhin auf die Witterung einstellen und ihre Fahrweise an die Straßenverhältnisse anpassen, rät die Polizei. Am vergangenen Wochenende ereigneten sich wieder zwei Unfälle wegen Glatteis in Burgdorf.
Ein 40-jähriger Burgwedeler geriet am vergangenen Freitag, gegen 16.30 Uhr, mit seinem Citroen an der Anschlussstelle Burgdorf Nord auf der B188 auf winterglatter Fahrbahn in den Bereich der Gegenfahrbahn und stieß frontal mit dem Mazda einer entgegenkommenden 20-Jährigen zusammen. Die Frau wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt und mussten durch ein Abschleppunternehmen abtransportiert werden. Der Gesamtschaden wird vorläufig auf rund 15.000 Euro geschätzt.
Am Samstag gegen 17.40 Uhr kam ein 35-jähriger Burgdorfer mit seinem VW Bora
auf der B 188 in Höhe der Auffahrt zur Bundesstraße 3 auf winterglatter Fahrbahn infolge nicht angepasster Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab.
Am Auto entstand Sachschaden in Höhe von rund 5000 Euro. Der Fahrer blieb unverletzt.
Die Stadtverwaltung Burgdorf teilte unterdessen mit, dass die letzten Vorräte an Streusalz auf dem städtischen Bauhof am 10. Februar verbraucht wurden. Im Laufe dieser Woche sei erst wieder mit einer Lieferung zu rechnen. Insofern könnten bis dahin auch die Hauptverkehrsstraßen nicht mehr abgestreut werden.
Auch die Gemeinde Uetze weist angesichts der bestehenden und in den nächsten Tagen anhaltenden Wetterlage darauf hin, dass aufgrund des seit Anfang Januar bestehenden Mangels an Streusalz der Winterdienst auf Nebenstraßen nur in sehr eingeschränktem Maße möglich ist.
Die vorhandenen Streusalzvorräte (120 Tonnen) seien seit Anfang Januar aufgebraucht, die bereits Ende Dezember bestellten Salzlieferungen stünden aufgrund des akuten Streusalzmangels in Deutschland bis heute aus. Die innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen konnten durch den Bauhof mit Splitt in einem gut befahrbaren Zustand gehalten werden. Zwischenzeitlich gebe es aber aufgrund der bundesweit großen Nachfrage an Streusplitt auch hier bereits Lieferengpässe. Die zurzeit noch auf dem Bauhof vorhandene Splittreserve wird für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit auf den Hauptstraßen benötigt. Die auf den rund 90 Kilometer Nebenstraßen derzeit vorhandenen dicken Eisflächen bzw. Spurrillen können gegenwärtig bei den anhaltenden Minustemperaturen selbst mit einem massiven Streusalzeinsatz nicht beseitigt werden. Ein weiteres Problem stellen immer wieder auf den Nebenstraßen abgestellte Kraftfahrzeuge dar, insofern werden nochmals alle Kraftfahrzeughalter gebeten, ihre Fahrzeuge auf den Privatgrundstücken abzustellen.