Vernissage zur Ausstellung „Annäherung: Christlich-jüdischer Dialog in Bildern“

„Die Wurzel“ von Hartmut Berlinicke. (Foto: Hartmut Berlinicke)

Farbradierungen von Hartmut Berlinicke“ ab 1. Juni in der KulturWerkStadt

BURGDORF (r/jk). Am 1. Juni wird die Ausstellung „Annäherung: Christlich-jüdischer Dialog in Bildern. Farbradierungen von Hartmut Berlinicke“ ab 17.00 Uhr in der KulturWerkStadt Burgdorf eröffnet. In 24 Bildern führt der Künstler die Besucher durch den Jahreskreis jüdischer und christlicher Feste. Außerdem werden in der Ausstellung Berlinickes Mappe „Museum Auschwitz 1981“, ein Entwurf zum Fenster „Der König der Juden“ für die Laurentiuskapelle in Falkenburg, sowie der für eine Ausstellung über die Geschichte der Oldenburger Juden entstandene Altaraufsatz „Retabel des Bundes“ zu sehen sein.
Die Ausstellung bringt mit der Auswahl der Exponate die wesentlichen Aspekte des Schaffens Hartmut Berlinickes zur Geltung. Der in Wildeshausen lebende Künstler ist nicht nur ein Meister der Technik der Farbradierung, sondern auch Diakon und Religionspädagoge. Seine Bilder reflektieren seine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Christentum, mit seinen Wurzeln im Judentum und mit der Zerstörung dieser Wurzeln im kirchlichen Antijudaismus und nationalsozialistischen Antisemitismus.
Anlässlich der Eröffnung wird Pastor i.R. Rudolf Bembenneck in seinem Vortrag die ebenfalls ausgestellte „falkenburger allegorie“ mit Blick auf das Gesamtwerks Berlinickes vorstellen und erläutern, bevor Hartmut Berlinicke selbst über seine Arbeiten sprechen wird. Die Veranstaltung wird umrahmt vom moldawisch-deutschen Akkordeonspieler Victor Bolgov.
Die Ausstellung ist vom 1. Juni bis 7. Juli, jeweils Samstag und Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr, geöffnet und wird ergänzt durch Vorträge. Am 6. Juni spricht Prof. Dr. Ursula Rudnick zum Thema „Befreiung Erinnern. Das Pessach-Fest: biblische, rabbinische und zeitgenössische Aspekte“, am 12. Juni stellt Wolfgang Raupach-Rudnick in seinem Vortrag „Vom Himmel auf die Erde – Tora und Heiliger Geist!“ das jüdische Wochenfest und Pfingsten in den Mittelpunkt. Rabbiner Dr. Gabor Lengyel erläutert am 18. Juni die Hohen Feiertage, Neujahr und Versöhnungstag im Judentum. Und schließlich gibt am 26. Juni Dr. Rebecca Seidler einen Einblick in jüdisches Leben heute. Alle Vorträge finden ab 19.30 Uhr in der KulturWerkStadt statt.
Das Kino Neuen Schauburg beteiligt sich am Begleitprogramm zur Ausstellung mit der Vorführung des Films „Oma und Bella“ von Alexa Karolinski am 3. Juli ab 20.00 Uhr.