Turnhalle am Limit

Die Turnhalle in Kirchhorst wird von Vereinen, Schule und Kita regelmäßig genutzt.

Erweiterung im Rahmen von "Kirchhorst 2040" angedacht

VON DANA NOLL

KIRCHHORST. Im Rahmen der Dorfentwicklungsplanung hat sich die Arbeitsgruppe "Demographie" mit dem Bereich von Schule/Kita sowie dem Jugendraum beschäftigt.
Aus ihrer Sicht, sind die Kapazitäten der Sporthalle nahezu ausgereizt. "Sollte Kirchhorst weiter wachsen, werden Kita und Vereine neben der Schule nur noch wenig Möglichkeiten zur Nutzung haben", so das Meinungsbild im Arbeitskreis. Daher wird eine Erweiterung der Halle erwogen.
Ein weiterer Diskussionspunkt bleibt das Schul- und Kirchengelände. Obwohl das Gelände rund um die St. Nikolai-Kirche aus Gemeindehaus, Grundschule, Kita, Krippe, Hort, Begegnungsstätte und Jugendtreff ein gemeinschaftliches und sinnvolles Areal bildet, gibt es dennoch Unstimmigkeiten. In den Abendstunden wird dieser Bereich gern als Treffpunkt von Jugendlichen genutzt. Im Zuge dessen, kam es in der Vergangenheit zu Konflikten, da insbesondere der Konsum von Alkohol und leichten Drogen beobachtet wurde und die "Überreste" dann häufig von Grundschülern auf dem Schulhof am Folgetag gefunden wurden. Nicht nur Pastor Jens Seliger plädierte beim Dorfrundgang dafür, "klare Spielregeln aufzustellen" aber auch einen geeigneten Platz in Kirchhorst für die Jugendlichen zu schaffen. Erste Vorgespräche dazu haben bereits stattgefunden und demnächst ist auch ein Treffen mit der Kirchhorster Jugend geplant, um über alternative Treffpunkte zu diskutieren.
Zum Thema Verkehr wird der Rückbau der Steller Straße besprochen. Die bisherige Fahrbahnbreite soll auf ein notwendiges Maß zurückgenommen und im Fahrbahnbereich mit einer guten Radwegeverbindung und Bäumen neu gestaltet werden. Abschnittsweise ist ein grüner Mittelstreifen, wie im Bauabschnitt Richtung Altwarmbüchen, möglich. Die heute einseitige Beleuchtung des Gehweges entlang einer Straßenseite, sollte in dem Zuge überprüft werden. Wichtig war den Beteiligten, dass die Neugestaltung so ausgerichtet wird, dass auch die Schulkinder sicher zur Schule gebracht werden können - der Parkplatz der Kirchengemeinde soll dazu mittelfristig nicht mehr genutzt werden.
Die Mobilität der Zukunft für Kirchhorst wurde ebenfalls im Arbeitskreis diskutiert. Neben einem guten öffentlichen Personennahverkehr, dem Ausbau der Radwegeverbindung und der sogenannten „E-Mobilität“, werden in den kommenden Jahren alternative Mobilitätskonzepte - die auch ehrenamtliches Engagement erfordern - eingerichtet werden müssen, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren.