TSV sieht Rat und Verwaltung auf richtigem Weg

„Wir wollen künftig jede Minute Hallenzeit gleichmäßig auf alle Burgdorfer Vereine verteilt haben“, so das TSV-Trio Thorsten Volkmann, Ulrich Karos und Dr. Peter Kehl (v.l.) im Gespräch mit dem MARKTSPIEGEL. (Foto: Georg Bosse)

Standort einer neuen Ballsporthalle für Burgdorfer Vereine ist sekundär

BURGDORF (gb). „Es wird, das ist der TSV und den anderen Sportvereinen von Seiten der Stadt - Rat und Verwaltung - immer wieder signalisiert worden, keinen Abriss der Halle in der Grünewaldstraße (Gudrun-Pausewang-Grundschule) ohne mindestens gleichwertigen Ersatz geben. Und damit ist eine Ballsporthalle gemeint. Über Standort und Hallenkonzept finden derzeit erste Gespräche und planerische Überlegungen statt, in die die betroffenen Hallennutzer von Anbeginn einbezogen worden sind und weiterhin einbezogen werden.“
Dieses klare Statement gab Bürgermeister Alfred Baxmann auf Anfrage nach dem aktuellen Stand der Überlegungen zu der Errichtung einer neuen Sporthalle gegenüber dem MARKTSPIEGEL ab, wenn dann das tatsächliche Aus der Sportstätte in der Grünewaldstraße wegen des beschlossen Neubaus der Gudrun-Pausewang-Grundschule auf dem Gymnasiumsgelände gekommen ist. Denn die Hallensportler aller Burgdorfer Vereine sorgen sich um ihre Trainings- und Spielzeiten.
Dabei spielt der künftige Standort eine eher untergeordnete Rolle. „Solange dabei nicht andere Sportanlagen wie das Leichtathletik-Stadion am Gymnasium zerstückelt werden“, unterstreicht der scheidende TSV-Gesamtvereinsvorsitzende Ulrich Karos.
Schon jetzt ist die Verteilung der Hallenstunden auf den Vereins- und Schulsport wegen der Ganztagsschulbetreuung komplizierter geworden. „Statt ab 15.00 Uhr kommen wir nun erst um 16.00 bis 22.00 Uhr in die Hallen“, beschreibt Karos` Co-Vize und kommende Amtsnachfolger in der TSV, Dr. Peter Kehl, das Problem.
Bereits zum augenblicklichen Status Quo sind die Hallen an allen Wochenenden mit den verschiedensten Wettkampf- und Meisterschaftsrunden voll ausgebucht. „Allein in der Halle „Grünewaldstraße“ finden von September bis April rund 400 Handballpunktspiele und diverse (Jugend-)Fußballturniere statt“, so TSV-Sportwart Thorsten Volkmann.
Angesichts des Trainingsbedarfs der Burgdorfer Vereine für ihre unterschiedlichen Sparten sowie der zeitlichen und räumlichen Nachfrage nach Hallenzeiten am Wochenende, wäre eine auch nur vorübergehende Lücke zwischen dem Abriss der Gudrun-Pausewang-Sporthalle und der Inbetriebnahme einer neuen, zuschauerfreundlichen Halle ein schlimmer Zustand. „Eine Katastrophe nicht nur für die Arbeit der Vereine, sondern ebenso für Burgdorf, das sich selbst gerne auch als Sportstadt bezeichnet“, macht Peter Kehl deutlich.
Aber nach der eindeutigen Aussage von Baxmann, habe er den Eindruck, dass Politik und Verwaltung auf dem richtigen Weg seien, zeigte sich dagegen Ulrich Karos ein bisschen weniger sorgenvoll.