TSV Burgdorf kann sich in der Spitzengruppe festsetzen

Sebastian Baier überspringt die Abwehr des Gegners und kann sich für den anschließenden Wurf die Ecke des Tores aussuchen. (Foto: st)

Martin Kahle nicht mehr Trainer beim Lehrter SV

ALTKREIS (st). Mit einem Auswärtssieg beim VfL Potsdam will sich die Turnerschaft Großburgwedel in der 3.Liga Nord langsam aus dem Tabellenkeller befreien. Das wünscht sich auch Oberligist Lehrter SV, der sich aber gegen die HSG Schaumburg-Nord einen Heimsieg erhofft. Dagegen möchte sich die TSV Burgdorf II in eigener Halle gegen HSC Bad Neustadt in die Spitzengruppe der 3.Liga Ost festsetzen.
Die Turnerschaft Großburgwedel sucht weiter nach der Form der vergangenen Saison, als die Mannschaft gut aus den Startlöchern kam und letztlich sogar enttäuscht sein musste, weil es nur zum 9. Platz im Endklassement reichte. Davon ist in der neuen Spielzeit noch keine Rede, denn die Spieler um Trainer Jürgen Bätjer stehen nur auf dem letzten Tabellenplatz und wollen möglichst schnell aus der Abstiegszone heraus. Das ist möglich, wenn Chris Meiser und seine Mitspieler am Sonntag, 9. November, ab 16 Uhr beim VfL Potsdam etwas Zählbares mitnehmen können.
Ein doppelter Punktgewinn im Auswärtsspiel wäre eine tolle Sache, aber zuvor steht eine Menge Arbeit, denn der Gastgeber aus Potsdam hat sich bisher gut präsentiert und ist nach den Leistungen der vergangenen Wochen als Favorit anzusehen. Im April diesen Jahres konnte die TSG in der MBS Arena in Potsdam ein 27:27-Unentschieden schaffen und im Hinspiel in Großburgwedel sogar einen 27:16-Kantersieg erzielen. Ob das am Sonntag so einfach wird, ist eher zu bezweifeln, denn der VfL um Coach Jens Deffke musste vor der Serie mit Christian Birk Sörensen nur einen Abgang verkraften und stockte seinen Kader mit vier Spielern auf. Um in Potsdam einen Sieg feiern zu können, ist schon eine überdurchschnittliche Leistung nötig. Kann die TSG aber endlich wieder überzeugen, kämpferisch stark auftreten und sich als kompakte Einheit präsentieren, dann könnte ein Erfolg die Heimfahrt zu eine freudigen Angelegenheit werden lassen.
Die TSV Burgdorf II hat keine weite Anreise zu ihrem Spiel in der 3.Liga Ost, denn sie bestreitet am Sonntag ab 15 Uhr ein Heimspiel gegen den HSC Bad Neustadt. Die Gäste reisen als gleichwertiger Gegner an und wollen in der Sporthalle der Gudrun-Pausewang-Schule einen Auswärtssieg feiern. Das wiederum will die Ausbildungsmannschaft der TSV verhindern und ihre Heimstärke ausspielen. Bisher hat das Team von Trainer Heidmar Felixson in eigener Halle überzeugen können und keinen Punkt abgeben müssen.
Am Sonntag wird ein Erfolg aber nicht leicht sein. Fast zeitgleich spielt die Bundesligamannschaft beim VfL Gummersbach und mit Timo Kastening und Yannick Dräger werden vermutlich wieder zwei Akteure im Erstligakader sein und so der zweiten Mannschaft nicht zur Verfügung stehen. Diese Konstellation ist für die Felixson-Schützlinge zwar nicht positiv, aber die Reserve kennt diese Situation und findet sich damit bisher gut zurecht. Das Ziel ist ein Erfolg gegen den Tabellenachten. Und damit könnte die TSV II weiter in der Spitzengruppe verbleiben. Mit ihrem schnellen Spiel und dem aggressivem Verhalten in der Defensive ist ein doppelter Punktgewinn durchaus realisierbar.
Das gilt auch für den Lehrter SV, der seine Ladehemmungen zum Start der Serie langsam ablegen will. Allerdings ohne ihren bisherigen Trainer Martin Kahle. Mit sofortiger Wirkung steht Martin Kahle dem Lehrter SV nicht mehr als Trainer zur Verfügung. Manager Stephan Machate entsprach dem Wunsch des Übungsleiters auf Freistellung: „Am Donnerstag hat mich Martin darüber in Kenntnis gesetzt, dass er gern zurück nach Celle gehen möchte, um dort die Damen des SVG Celle in der 1. Bundesliga zu trainieren.“ Unmittelbar nach dem Auswärtssieg gegen TV Eiche Dingelbe wurde die Mannschaft von Machate und Kahle informiert. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger läuft auf Hochtouren. „Wir danken Martin Kahle für die exzellente Arbeit in den vergangenen eineinhalb Jahren. Man sieht, dass sich die Mannschaft unter seiner Führung weiterentwickelt hat und wir wünschen ihm für seine kommenden Aufgaben alles Gute“, betont Machate. Am Sonnabend, 8. November, ab 18.30 Uhr gegen die HSG Schaumburg-Nord, die in der vergangenen Saison zweimal (28:24 und 28:19) bezwungen werden konnte, steht der LSV also erst einmal ohne einen hauptverantwortlichen Trainer da.