Toberaum wird zur Hortbetreuung

Die Kirchhorster Kinder können auf einen Raum zum Toben und Bewegen nicht verzichten!

Jugendtreff verliert seinen Toberaum - Ersatz durch Container beschlossen

VON DANA NOLL

KIRCHHORST. Neue Hortplätze für Isernhagen! Etwa 260.000 Euro an jährlichen Mehrausgaben investiert die Gemeinde in die zusätzliche Betreuung. Schon zum Ende der Sommerferien werden in Altwarmbüchen durch einen hausinternen Umbau 30 Hortplätze geschaffen. Die Eltern in Isernhagen H.B. müssen sich noch gedulden, doch im Sommer nächsten Jahres soll es auch hier 20 Plätze geben. Die Alternativbetreuung durch die VHS bleibt bedarfsgerecht bestehen.
Auch in Kirchhorst wird es weitere 20 Plätze geben. Über die Unterbringung wurde hier stark diskutiert. Nun soll die neue Hortgruppe im jetzigen Toberaum des Jugendtreffs in der Alten Schule untergebracht werden. Damit des einen Freud`, nicht des anderen Leid wird, sieht der Beschluss auch eine Ersatzlösung vor.
„Nach dieser Beschlussfassung des Rates vom 15. März 2018 gibt es für die Umsetzung des Hortangebotes und des Ersatzes des Toberaumes eine klar formulierte Zielvorgabe“, erklärt der Ortsbürgermeister Kirchhorst Herbert Löffler. Demnach soll zum 1. August 2018 den Kirchhorster Kindern, die im Rahmen des Jugendtreffs die Angebote nutzen, ein Container zur Verfügung stehen. Der wird auch dringend gebraucht, denn der Jugendtreff ist als Nachmittagsbetreuung mit seinen vielfältigen Angeboten ein fester Bestandteil für die Kinder und Jugendlichen in Kirchhorst – und nicht zuletzt auch für deren Eltern.
Hier spielen, toben und treffen sich jeden Montag und Freitag etwa 15 bis 25 Kinder, bei der Offenen Tür. Zusätzlich wird der Raum am Dienstag- und Mittwochnachmittag im Rahmen von Bewegungs- und Sportgruppen im Durchschnitt von 15 Kindern genutzt. Auch die Mädchengruppe am Donnerstagnachmittag ist hier regelmäßig untergebracht und vor allem die Karate-Kids – 17 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 17 Jahren – trainieren hier jede Woche.
Arpad Bogya, Bürgermeister der Gemeinde Isernhagen, wies aber bereits darauf hin, dass die Realisierung eines Containers in Kirchhorst bereits zum Herbst 2018 aufgrund der aktuellen Haushaltssituation sowie der hierfür einzuholenden Genehmigungen unrealistisch sei.
Eine am Rande der Sitzung geäußerte Skepsis hinsichtlich der zeitlichen Vorgaben, die Herbert Löffler „so nicht teilen kann.“ Doch er erklärte weiterhin, „Es freut mich, dass es hinsichtlich des Toberaumes bereits jetzt schon eine verabredete Ausweichmöglichkeit für die Benutzergruppe Krankengymnastik und die Bewegungsgruppe des Sportvereins gibt, falls beim Container doch eine zeitliche Verzögerung eintreten sollte.“ Auch für die Karategruppe gibt es derzeit eine „recht zuversichtliche Aussicht“, laut Löffler. Die Raumnutzung allerdings muss wegen der Beschaffenheit und bisherigen Zuordnung noch rechtlich geprüft werden. Der Ortsbürgermeister versprach weiterhin,“den jeweiligen Sachstand zur zeitlichen Umsetzung regelmäßig abzufragen.“