Tischler müssen mit Hobel und PC „dicke Bretter bohren“

Diese Junghandwerker haben ihr Können im Tischlerhandwerk nachgewiesen und müssen als gute Tischler auch weiterhin „dicke Bretter bohren“. (Foto: Georg Bosse)
 
„Die Leistungen der Ausbildenden zeigen tendenziell nach oben“, befindet Tischlermeister und Innungs-Pressesprecher Johann-Christian Zoch (Wettmar; Mi.). (Foto: Georg Bosse)

Positive Tendenz bei Leistungen der Ausbildenden im Tischlerhandwerk

HÄNIGSEN/ALTKTREIS (gb). 15 Auszubildende haben die Gesellenprüfung im Tischlerhandwerk erfolgreich abgeschlossen und wurden am vergangenen Freitag im Veranstaltungssaal der Hänigser Gaststätte „Sandkrug“ nach guter Tradition freigesprochen.
Die Kandidaten hatten die ihnen gestellten Aufgaben mit „ausreichend“ und besser bewältigt. Dabei sprangen auch wieder vier ausgezeichnete Gesellenstücke heraus, die von Montag, 3. August, bis zum Freitag, 14. August, in den Geschäftsräumen der Hannoverschen Volksbank in Hänigsen und Burgdorf ausgestellt und zu besichtigen sind. „Grundsätzlich ist bei den Leistungen der Auszubildenden trotz einiger persönlicher Turbulenzen eine positive Tendenz zu erkennen“, sagte Johann-Christian Zoch (Wettmar), Tischlermeister und Pressesprecher der Tischler-Innung Burgdorf, dazu.
„Mit Ausdauer und persönlichem Einsatz haben sie ihre Ziele erreicht und den Beweis ihres guten handwerklichen Könnens erbracht. Das Handwerk ist für Städte und Gemeinden ein stabilisierender Wirtschaftsfaktor und daher unverzichtbar“, so die stellvertretende Bürgermeisterin Ruth Andresen (Uetze/Hänigsen) in ihrem Grußwort.
Die freizusprechenden Junghandwerker hätten die erste wichtige Hürde mit Bravour genommen, aber wer ein guter Tischler werden will, muss „dicke Bretter bohren“ können, erklärte Innungs-Obermeister Hartmut Knoke (Wedemark/Bissendorf). Die alte Tradition des Handwerks sei jung und lebendig wie eh und je. „Der moderne Tischler muss mit Hobel und PC umgehen können, um sich den Anforderungen des Marktes anzupassen. Erhalten sie sich ihre Bereitschaft zum Lernen, um sich den stetigen Veränderungen stellen zu können“, gab Hartmut Knoke den jungen Leuten mit auf den Weg, bevor ihnen die ersehnten Gesellenbriefe überreicht wurden.
Die frischen Junghandwerker der Tischler-Innung Burgdorf sind (in Klammern der Ausbildungsbetrieb): Bianca Curdt, Celle (Leibniz Universität Hannover), Marcel Lotzing, Schwarmstedt und Eike Bo Holtmann, Wedemark (Tischlerei Hanne GmbH; Wedemark), Fatalla-Hanuka Baiud, Langenhagen (Tischlermeister Hans-Jürgen Daberkow; Wedemark), Marcel Knoke, Wedemark )Bau- und Möbeltischlerei Karl-Andreas Hebecker, Wedemark), Thomas Ahlemann, Hannover (Bau & Möbeltischlerei Wilhelm Freund jun.; Wedemark), Jan Sievers, Isernhagen (Tischlermeister Michael Kahlke; Isernhagen), Lucas Maximilian Ehlers; Burgwedel (Tischlermeister Heinz-Theo Rockahr; Thönse), Jonas Fischer, Sehnde (Tischlerei Torsten Sprus e.K.; Evern), Hendrick Ulbrich, Laatzen (Bau- und Möbeltischlerei Hartmut Bühn; Sehnde), Jan Meiser, Hannover (Tischlermeister Ingo Hoffmann; Lehrte), Tino Priem, Lehrte (Ideen aus Holz, Tischlermeister Gerald Thiele; Uetze), Nico Schenk, Uetze (Tischlerei Torsten Sprus e.K.; Burgdorf), und Aaron Hübener, Celle (Müller + Peters, Tischlerei u. Objektdesign GmbH; Burgdorf).
Prüfungsbeste war die Burgdorferin Nadine Glinka (Müller + Peters, Tischlerei u. Objektdesign GmbH; Burgdorf), deren ausgezeichnetes Gesellenstück in der Hannoverschen Volksbank in Burgdorf zu sehen ist.