TheaterEntdeckerAbo für zwei Vorstellungen am Berliner Ring

Am 22. April wird „Fabian – der Gang vor die Hunde“ gespielt. (Foto: Theater für Niedersachsen)

Aus den französischen Revolutionswirren in das umtriebige Berlin der 1930er Jahre

BURGDORF (r/jk). Der VVV und die Stadt Burgdorf bieten ein neues „TheaterEntdeckerAbo° für zwei Gastspiele des Theaters für Niedersachsen an. Die attraktive Abo-Variante ist bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, und im Internet unter www.vvvburgdorf.de erhältlich.
Das preisgünstige Angebot berechtigt zum Besuch der Aufführungen von „Fabian – der Gang vor die Hunde“ am 22. April und „Dantons Tod“ am 10. Juni. Theaterfreunde sollten eine rasche Kaufentscheidung treffen, da das Abo nur in limitierter Anzahl vorliegt. Interessenten haben die Wahlmöglichkeit zwischen drei Preisgruppen (11,90 Euro, 15,90 Euro und 19,90 Euro). VVV-Mitglieder erhalten Ermäßigungen. Beide Vorstellungen beginnen freitags um 20.00 Uhr. Jeweils eine halbe Stunde vorher sind die Zuschauer zu einer kostenlosen Bühneneinführung eingeladen.
Erich Kästners Roman „Fabian – der Gang vor die Hunde“ bildete die Vorlage für das gleichnamige Schauspiel, das im hektischen Berlin der frühen 1930er Jahre spielt. Im Mittelpunkt steht der frisch promovierte Germanist Jakob Fabian, der sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben schlägt. Momentan arbeitet er als Werbetexter für eine Zigarettenfirma. Eigentlich ist er mit seinem Leben ganz zufrieden, auch wenn es sich immer mühsamer gestaltet, finanziell über die Runden zu kommen. Gemeinsam mit seinem Freund Labude durchstreift er das Berliner Nachtleben, beobachtet aber mehr, als dass er aktiv daran teilnimmt. Dann lernt er die Juristin Cornelia kennen, die davon träumt, Filmstar zu werden. Beide verlieben sich ineinander, aber das Glück bleibt nur von kurzer Dauer: Fabian erhält von seinem Arbeitgeber eine überraschende Kündigung, und als Cornelia einen Filmproduzenten kennen lernt, verlässt sie ihn ohne Zögern.
Der in eine Farce umgeschlagene Kampf um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit steht im Zentrum von Georg Büchners Tragödie „Dantons Tod“. Die packende Handlung steuert in den französischen Revolutionswirren Ende des 18. Jahrhunderts auf einen dramatischen Höhepunkt zu. Der französische König ist gestürzt und das absolutistische System vernichtet. Fünf Jahre sind vergangen seit dem Sturm auf die Bastille, der den Beginn der Französischen Revolution markiert. Jetzt richtet sich die Gewalt auch gegen die eigenen Mitstreiter, allen voran Georges Danton. Der führende Kopf der Jakobiner, vormaliger Justizminister und Gründer des Wohlfahrtsausschusses, steht nun vor dem Tribunal, das er ein Jahr zuvor selbst geleitet hatte. Sein einstiger Freund Maximilien Robespierre, der sich zu seiner Schreckensherrschaft zur Herstellung von Recht, Ordnung und Tugend bekennt, ist nun zu seinem schärfsten Gegner geworden. Bei dem über Leben und Tod entscheidenden Tribunal kommt es zu einem der scharfzüngigsten Rededuelle der Theatergeschichte.