Theater am Berliner Ring startet in neue Spielzeit

Musicaldarsteller Jens Krause lädt unter dem Motto „Life is a Cabaret“ zu einem bunten Streifzug durch die Welt des Musicals ein. (Foto: VVV)

VVV und Stadt Burgdorf laden zum „GLÜCKS-ABO“ ein

BURGDORF (r/jk). Unterhaltsam, spannend und vielfältig ist das neue Programm des Theaters am Berliner Ring, das ab Freitag, 28. September, wieder acht Gastspiele des Theaters für Niedersachsen zeigt. Burgdorfer Theaterluft zu schnuppern, gehört seit Jahren zu den besonderen Kulturerlebnissen in der Auestadt. Ständig steigende Abonnentenzahlen beweisen die große Attraktivität der Aufführungen. Gemeinsame Veranstalter sind der VVV und die Stadt Burgdorf. Die Vorstellungen beginnen freitags um 20.00 Uhr, um 19.30 Uhr gibt es eine kostenlose Einführung in das Stück.
Neben den bekannten Aboreihen „MARATHON“ (acht Vorstellungen der Spielzeit, 75 bis 108 Euro), „CLASSICO“ (vier Bühnenstücke klassischer Prägung, 37,50 bis 54,00 Euro) und „LIGHT ACTION“ (vier Bühnenwerke leichteren Charakters, 37,50 bis 54,00 Euro) gibt es als neues Angebot das „GLÜCKS-ABO“.
Was ist der Vorteil dieses Abo-Formats? Theaterfreunde, die bereit sind, auf eine für die ganze Saison festgelegte Sitzplatzbelegung zu verzichten, erwerben ein Glücks-Abonnement für alle acht Vorstellungen der neuen Saison zu einem vergünstigten Preis. Dafür entscheidet sich erst am Abend jeder Vorstellung durch Losglück, auf welchen Plätzen die Glücksabonnenten sitzen. Verkaufsstelle für das zu einem Preis von 75 Euro (Jugendliche: 54 Euro) erhältliche „GLÜCKS-ABO“ ist Bleich Drucken und Stempeln (Braunschweiger Straße 2), Infos und telefonische Bestellung unter Tel. 05136/1862. VVV-Mitglieder bekommen zusätzliche Ermäßigungen. Dort gibt es auch die gewohnten Abonnements.
Zur Spielzeit 2012/2013 gehören folgende acht Vorstellungen: Brandaktuell ist auch nach über 2000 Jahren die 442 v. Chr. entstandene Tragödie „Antigone“ des griechischen Dichters Sophokles, mit der die Spielzeit am 28. September beginnt. Sie wirft die Frage auf, wie weit sich der staatliche Machtspruch über die individuelle Freiheit des Einzelnen erstrecken darf. Am 2. November ist das Musical „High Society“ des Broadway-Erfolgskomponisten Cole Porter zu sehen. Im Mittelpunkt stehen amouröse Verwicklungen unter den oberen Zehntausend im Amerika der 1950er Jahre. Seine ohrenschmeichelnden Melodien, darunter „True Love“ und „Ganz Paris träumt von der Liebe“, gehören zu den unvergessenen Evergreens. In Friedrich Schillers 1783 uraufgeführtem Trauerspiel „Kabale und Liebe“ geht es am 7. Dezember um unüberbrückbare Standesunterschiede, an denen die Liebesbeziehung zweier junger Menschen scheitert. Verantwortlich für das tragische Ende sind ihre Eltern, die kompromisslos an der Abschottung ungleicher sozialer Schichten festhalten.
Ray Cooneys rasante Verwechslungskomödie „Außer Kontrolle“ sorgt am 18. Januar 2013 für einen ausgelassenen Theaterabend. Thomas Jonigk (Jahrgang: 1966) schrieb bereits 16 Schauspiele. In seinem 2007 uraufgeführtem „Diesseits“ (am 15. Februar im Theater am Berliner Ring) steht eine Frau in mittleren Jahren vor einer schweren Lebenskrise, die die niederschmetternde Diagnose eines Arztes auslöst. Die britische Filmkomödie „Grabgeflüster - Liebe versetzt Särge“ lieferte die Vorlage für das am 8. März zu sehende heitere deutsche Musical „Zum Sterben schön“. Motive des französischen Komödiendichters Moliere verwendete Hans Magnus Enzensberger in seiner Komödie „Der Menschenfeind“, mit dem die Spielzeit am 12. April weitergeht. Zum Saisonende am 24. Mai präsentiert der Musicaldarsteller Jens Krause ein Soloprogramm, bei dem er unter dem Motto „Life is a Cabaret“ zu einem bunten Streifzug durch die Welt des Musicals einlädt und Chansons der 2002 verstorbenen Schauspielerin Hildegard Knef vorträgt.