"Tag des Heimatvereins" mit buntem Angebot drinnen und draußen

Die Holzverarbeitung in früheren Zeiten stand im Mittelpunkt der Aktionen auf dem Hof. (Foto: Renate Tiffe)
Burgwedel: Heimatdiele Wettmar |

Ein Beitrag von Renate Tiffe - Alte Gerätschaften, Vertellstücke und eine Fotoausstellung

WETTMAR (ti). Über mangelndes Besucherinteresse brauchte sich der Heimatverein für das Kirchspiel Engensen-Thönse-Wettmar in diesem Jahr nicht zu beklagen. Der Tag, jeweils um den Erntedanksonntag herum veranstaltet, zog genügend Besucherinnen und Besucher an.
Da machte selbst ein Regenschauer nicht viel aus, weil es auch unter Dach viel zum Hören und Schauen gab und zum geselligen Miteinander in der kühler werdenden Jahreszeit sowieso.
In der fast vollbesetzten Heimatdiele hatte sich zu den anderen Gästen eine Art Fangemeinde des Plattdeutschen eingefunden. Aus dem Buch „Vertellstücke“, vom Verein selbst herausgegeben, lasen die Autoren Geschichten und Geschichtchen, die sich vor Ort zugetragen haben, zum Zuhören und Schmunzeln bei Kaffee und Kuchen.
Zwischendurch ermunterte Heidrun Schlieker zum Mitsingen alter Lieder von den Textzetteln. Der plattdeutsche Kreis im Heimatverein, zwölf Mitglieder zählend, konnte sich wieder einmal vorstellen. Im Hintergrund de Raumes lockte eine reichhaltige Tombola zum Kauf von Losen, deren Erlös für die Wettmarer Mühle bestimmt war.
Das wohl bekannteste Projekt des Heimatvereins stand auch im Mittelpunkt einer Foto-Schau, für die eigens die Durchfahrtscheune neben der Heimatdiele geöffnet worden ist - ein zusätzlicher Ausstellungsraum, der dem Heimatverein auf dem Hof an der Heierdrift/Ecke Kösterstraße zur Verfügung gestellt worden ist.
Das war neu an diesem Tag. Natürlich konnte, wer wollte, auch die Sammlung alter bäuerlicher Gerätschaften auf dem Boden über der Diele besichtigen.
Im Mittelpunkt der Aktionen auf dem Hof war eine umfassende Schau über die Holzverarbeitung in früheren Zeiten zusammengetragen worden. Die Stämme gängiger Baumarten hierzulande wurden gezeigt und Holzarten im Schnitt, wie sie beim Bau der Bockwindmühle Verwendung fanden.
Gelegenheiten zum Selbstbetätigen gab es ebenso, etwa zur Beseitigung einer Baumrinde oder zum Anfertigung von Holznägeln, wie sie heute noch beim Wiederaufbau alter Fachwerkhäuser gebraucht werden.