Stühlerücken im neuen Rat der Stadt Burgdorf

Mit würdigenden Worten verabschiedete Bürgermeister Alfred Baxmann (Mi.) die ausscheidenden Ratsmitglieder Sükrü Kizilyel, Wolfgang Obst, Kai Peters, Gero von Oettingen, Hans-Joachim Erhardt, Alfred Brönnemann, Ahmed Kuyucu, Adolf W. Pilgrim, Carl Hunze und Werner Bublitz (v.l.). Es fehlt Maria Leykum. (Foto: Georg Bosse)

Mit Kompetenz und Kontinuität Grundlagen für Stadtgesellschaft gelegt

BURGDORF (gb). Ohne eine Tagesordnung, ohne die Feststellung der Anwesenheit und der Beschlussfähigkeit begrüßte am vergangenen Dienstagabend Burgdorfs (Noch-)Ratsvorsitzender Olaf Weinel im Schloss die 10 Ratsmitglieder, die in der kommenden Wahlperiode nicht mehr dem Rat der Stadt angehören werden. Immerhin fügte Weinel während seiner kurzen Abschiedsansprache dann doch noch schmunzelnd den Tagesordnungspunkt 3, „Mitteilungen des Bürgermeisters“, ein, bevor er Alfred Baxmann das Wort erteilte.
Ratsmitglieder aller Fraktionen haben sich mit viel Arbeit im Detail an der Gestaltung der Stadtgesellschaft beteiligt. „Sie waren demokratisch legitimiert und autorisiert, im Sinne des Gemeinwohls Entscheidungen zu treffen. Dabei ist der häufig langwierige Weg zur Entscheidungsfindung der Ausfluss unserer Rechtsstaatlichkeit. Und sie haben mit Kompetenz und Kontinuität um Lösungen gerungen. Mit den Grundlagen, die so gelegt wurden, haben Politik und Verwaltung, bei allen Schwierigkeiten, viel erreicht“, würdigte Baxmann das teils jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement aller ausscheidenden Kolleginnen und Kollegen. Und mit Blick auf die sich verändernde Parteienlandschaft mahnte Alfred Baxmann, dass sich die politische Mitte nicht „von den Rändern her“ auffressen lassen dürfe.
Das sind die Burgdorferinnen und Burgdorfer, die mit Blumen und Urkunden in den kommunalpolitischen Warte- oder Ruhestand entlassen wurden: Sükrü Kizilyel, Werner Bublitz, Hans-Joachim Erhardt, Ahmet Kuyucu, Kai Peters, Gero von Oettingen, Olaf Weinel, Alfred Brönnemann, Carl Hunze, Wolfgang Obst und Adolf W. Pilgrim.
Hannelore Rau sei in ihrer zehnjährigen, ehrenamtlichen Amtszeit als Ortsvorsteherin von Beinhorn immer „Mahnerin statt Besserwisserin“ so Baxmann, gewesen. Sie wurde für ihr Engagement ebenso geehrt, wie Bundesverdienstkreuzträger und Multifunktionär Karl-Ludwig Schrader. „Das Gesicht der FDP“ im Rat der Stadt, nahm seine Anerkennung für 25-jährige Ratsmitgliedschaft entgegen.