Sternsinger werden von St. Nikolaus ausgesandt

Vom katholischen Pfarrgemeindehaus „Im Langen Mühlenfeld“ machen sich die Sternsinger-Gruppen auf ihre segensreiche Reise zu den Menschen. (Foto: Georg Bosse (Archiv))

Dreikönigssingen 2013 für Kinderrecht auf Gesundheit

BURGDORF/UETZE (r/jk). Zum 55. Mal werden bis zum 6. Januar 2013 bundesweit die Sternsinger wieder einmal unterwegs sein. Das diesjährige Leitwort des Dreikönigssingens heißt „Segen bringen, Segen sein“, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder 500.000 Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür ziehen werden. In Burgdorf und Hänigsen besuchen die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Nikolaus am 3., 4. und 5. Januar Familien, Altenheime und andere öffentliche Einrichtungen. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+13“ bringen sie als die Heiligen Drei Könige den Segen „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.
Mit ihrem aktuellen Motto machen die Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion - dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) - deutlich, dass Kindergesundheit nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein soll, gleich wo und unter welchen Umständen ein Kind geboren wird.
Tansania, das Beispielland der 55. Aktion Dreikönigssingen, ist politisch stabil und leidet nicht unter Naturkatastrophen. Dennoch stirbt jedes zehnte Kind vor seinem 5. Lebensjahr. Hauptursache für die Säuglings- und Kindersterblichkeit ist die Armut der meisten Menschen in Verbindung mit einem unzureichenden Gesundheitssystem. Es gibt nur wenige Krankenhäuser oder Gesundheitsstationen. Die Ausstattung mit Medikamenten und medizinischem Gerät ist ungenügend. Genauso fehlt medizinisches Personal. 2008 gab es 100 Kinderärzte auf eine Bevölkerung von 44 Millionen Menschen, von denen jeder zweite jünger als 15 Jahre ist.
Die Aktion Dreikönigssingen setzt sich für die Umsetzung des Kinderrechts auf Gesundheit ein, nicht nur in Tansania, sondern weltweit. Die Voraussetzung dafür ist eine basisorientierte, allen zugängliche Gesundheitsversorgung und eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung hinsichtlich Vorsorge, Hygiene und Vermeidung von Gesundheitsrisiken.
Hier setzt die Hilfe der Sternsinger an. Es wird die Ausbildung von Kinderärzten gefördert und Aufklärungsprogramme für Kinder und Jugendliche zum Thema Gesundheitsvorsorge unterstützt. Auch helfen die Projektpartner kranken Kindern in Krankenhäusern, Gesundheitsstationen und im ambulanten Dienst, gesund zu werden. Mit den Spenden der Sternsinger werden zurzeit 123 Projekte in ganz Tansania gefördert, davon 25 im Förderbereich Gesundheit.