Sternsinger bringen wieder den Segen zu den Menschen

Die Uetzer Sternsinger werden auch in diesem Jahr den Segen zu den Menschen bringen. (Foto: Stefan Hoffmann)

Nicaragua ist das Beispielland der 54. Aktion Dreikönigssingen

BURGDORF/UETZE (r/jk). Zum 54. Mal werden rund um den 6. Januar 2012 bundesweit die Sternsinger unterwegs sein. „Klopft an Türen, pocht auf Rechte“ heißt das Leitwort der kommenden Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder 500.000 Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür ziehen werden.
In Burgdorf besuchen die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Nikolaus vom 1. bis zum 7. Januar Familien, Altenheime, Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+12“ bringen sie als die Heiligen Drei Könige den Segen „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.
Gemeinsam mit ihren erwachsenen Begleitern haben sich auch die Sternsinger aus Hänigsen und Obershagen auf ihre Aufgabe vorbereitet und ziehen am Mittwoch, 4. Januar, und Samstag, 7. Januar, von Haus zu Haus. Sie kennen die Nöte und Sorgen von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten. Wer einen Besuch der Sternsinger wünscht, meldet sich bitte bei Silke Kubertin (Tel. 05147/978093) für Hänigsen, Obershagen, Altmerdingsen und Krätze.
Mit ihrem aktuellen Motto machen die Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – deutlich, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Kinder zu ihren Rechten kommen. Daher geht es in diesem Jahr am Beispiel Nicaragua um Kinderrechte. Trotz der vor mehr als 20 Jahren geschlossenen UN-Kinderrechtskonvention, einem völkerrechtlichen verbindlichem Vertrag, klafft nach wie vor eine große Lücke zwischen dem Rechtsanspruch und seiner Verwirklichung – auch in Nicaragua. Kinderarbeit, schlechte Versorgung im Gesundheitswesen, Verwahrlosung und Misshandlung von Kindern sind in dem Land noch weit verbreitet. Auch eine Schulbildung ist nur für wenige Kinder möglich – und dass alles, obwohl Nicaragua eigentlich ein reiches Land ist. Reichtum und Macht auf der einen, Armut und Unterdrückung auf der anderen Seite: Nicaragua lebt mit diesem Widerspruch seit vielen Jahrzehnten. Die Sternsinger haben sich mit dieser Situation auseinander gesetzt und wollen in diesem Jahr auf die Missachtung von Kinderrechten aufmerksam machen und mit den gesammelten Spenden dazu beitragen, Kindern zu ihren Rechten zu verhelfen.
Dabei profitieren nicht nur Kinder in den Projekten in Nicaragua vom Einsatz der kleinen Könige in Deutschland. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in 110 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut und versorgt, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden.