Sternmarsch des Arbeitskreises „Gedenkweg 9. November“

Auch der diesjährige „Gedenkweg 9. November“ endete traditionell mit einer Andacht auf dem Jüdischen Friedhof Burgdorf. (Foto: Georg Bosse)

Ökumenisches Gedenken auf dem Jüdischen Friedhof

BURGDORF (gb). Der 9. November ist in Deutschland ein historisches Datum mit zweifacher Bedeutung. Es ist der Tag der Reichspogromnacht 1938, als das nationalsozialistische Regime eine brennende und klirrende Gewaltwelle gehen alle jüdischen Mitbürger im gesamten Deutschen Reich organisierte, und es ist der Tag des Falls der Berliner Mauer 1989, mit dem die Teilung Deutschlands endete.
Seit einigen Jahren erinnert der Burgdorfer Arbeitskreis „Gedenkweg 9. November“ mit einem abendlichen Marsch an die Schrecken der Reichspogromnacht, der auf dem Jüdischen Friedhof mit einer ökumenischen Andacht endet. In diesem Jahr hatten sich gut 60 Gedenkende, darunter Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmidt, auf der Begräbnisstätte versammelt, um gemeinsam mit Pfarrer Martin Karras von der katholischen St. Nikolaus-Pfarrgemeinde sowie Psalmen und Texten aus der Hebräischen Bibel zu beten und zu gedenken.
„Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich. Lass mich nicht scheitern, lass meine Feinde nicht triumphieren! Denn niemand, der auf dich hofft, wird zu Schanden…
O Gott, erlöse Israel aus all seinen Nöten!