„Sternensinger“ sammelten für notleidende Kinder in Bolivien

Mirija Hüßler schreibt mit Kreide den Segen an die Wand des Rathauses II in Burgdorf. (Foto: Dana Noll)

Mit dem Lied „Segen bringen, Segen sein“ erfreuten die Kinder

BURGDORF/UETZE (dno). In Schulen, Seniorenheimen, bei Nachbarn – und sogar im Bundeskanzleramt waren die Sternensinger deutschlandweit wieder unterwegs. Auch im Raum Burgdorf, Uetze und in den Ortsteilen wurde fleißig gesungen und vor allem fleißig Spenden gesammelt.
„Wir möchten, dass jedes Kind auf der Erde glücklich ist“, so die Botschaft, die die Sternensinger in Uetze verkündeten. Die ersten Schritte dazu sind getan. Bei Wind und Wetter brachten die Kinder den Segen in die Häuser und sorgten damit für die erste gute Tat im neuen Jahr. In festlichen Gewändern der Heiligen drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar zogen sie ein – immer vorweg, der große, goldene Stern.
Unter dem diesjährigen Motto „Respekt“ wurden rund um den Dreikönigstag am 6. Januar 2016 Institutionen und Bürger/innen besucht, die sich nicht nur am Gesang erfreuten sondern auch etwas in die „Klingeldose“ werfen wollten.
„In den letzten Jahren kamen so etwa 10.000 Euro in der Burgdorfer Region zusammen“, so Wolfgang Hüßler, der die Gruppe der katholischen St. Nikolaus Pfarrgemeinde in Burgdorf betreute. Unter den Sternensingern waren auch seine Kinder Mirija und Torben, die ebenso wie die 14-jährige Carolina schon häufiger dabei waren. Neu in der Gruppe und zum ersten Mal dabei, die erst 6-jährige Liah Müßel und der 7-jährige Leonidas Albert.
„Na, weil es richtig Spaß macht“, so antwortete Leonidas auf die Frage, „warum er als Sternensinger unterwegs ist.“ Und so konnte sich nicht nur Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann von dem Gesang und vor allem von dem Engagement und dem Eifer überzeugen. Auch die Verwaltungsfachangestellten im Rathaus II öffneten die Ohren und vor allem die Brieftaschen und spendeten fleißig für die notleidenden Kinder in dem süd-amerikanischen Land Bolivien.
Nicht minder begeistert waren die Damen und Herren im Rathaus Uetze, die das Sternensingen – übrigens gerade von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt – mit Applaus und Spendenbereitschaft würdigten. Auch sie nahmen den Segen 20*C+M+B+16, „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) in Empfang. Hier waren die „Größeren“, im Alter von 10 bis 15 Jahren, unterwegs. Im Rathaus wurden sie von der 1. Gemeinderätin Ursula Tesch empfangen: „Wir freuen uns jedes Jahr auf den Besuch der Sternensinger!“