Start in die neue Konzertsaison

Barock im Burgdorfer Schloss am 24. April

BURGDORF (r/jk). Die Barockmusikreihe „Die 4 Jahreszeiten“ des Kulturvereins Scena eröffnet die neue Saison mit einem Kracher. Alexander Grychtolik, soeben nominiert für den Deutschen Schallplattenpreis, reist für das Frühlingskonzert mit seiner Frau Aleksandra Grychtolik an. An zwei Cembali führt das Musikerehepaar am Sonntag, 24. April, ab 17 Uhr, im Schloss die „Kleine Schwester“ von Johann Sebastian Bachs berühmten Goldberg-Variationen auf.
Bach selbst übte sich nachgerade in Bescheidenheit. Sein erst viel später nach dem Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg benannter Zyklus überschrieb er ursprünglich mit „Clavier Ubung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Verænderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen“. Tatsächlich stellen die Goldberg-Variationen, wie man heute weiß, einen Höhepunkt barocker Variationskunst dar. 1974 ist nun in Straßburg ein Handexemplar Bachs entdeckt worden. Es trägt den Titel „Verschiedene Canones über die ersten acht Fundamentalnoten vorheriger Arie“. Gemeint ist die Arie aus den Goldberg-Variationen. Die 14 farbenreichen Kanons sind freilich nur auf zwei Tasteninstrumenten darstellbar. Dieser anspruchsvollen Aufgabe stellt sich das Duo Grychtolik.
Bei Bachs Doppelkonzert für zwei Cembali in C-Moll handelt es sich um die Bearbeitung eines Konzertes für Oboe und Violine. Bach selbst übertrug den virtuosen Violinenpart einfach aufs Cembalo. Als ob dies alles noch nicht genug anmutete, schließen die von einem Kritiker als „Künstler-Ehepaar mit den magischen Händen“ bezeichneten Musiker ihr Konzert mit der Improvisation eines barocken Concertos in der Tradition J. S. Bachs.
Eintrittskarten für das Konzert gibt es zum Preis von 19 Euro (16 Euro für Scena-Mitglieder) an der Abendkasse, im Vorverkauf über das Scena-Servicetelefon 05136/89 69 57, in Burgdorf in der VVV-Geschäftsstelle, Braunschweiger Straße 2, sowie in Wegeners Buchhandlung, Hannoversche Neustadt 25.