Stadtmuseum und KulturWerkStadt sind Pfingsten geöffnet

Sehenswerte Ausstellungen werden am 24. und 25. Mai gezeigt

BURGDORF (r/jk). An den kommenden Pfingsttagen lohnt es sich, den Feiertagsspaziergang für einen Besuch des Stadtmuseums (Schmiedestraße 6) und der KulturWerkStadt (Poststraße 2) zu unterbrechen. Dort zeigen der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt sehenswerte stadtgeschichtliche Ausstellungen. Beide Museumseinrichtungen sind am Pfingstsonntag, 24. Mai, und am Pfingstmontag, 25. Mai, von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Im Stadtmuseum ist die neue Ausstellung „Kaiser, Krieg und Revolution – Burgdorf und der 1. Weltkrieg“ zu sehen. Die Schau zeigt, wie sich der erste Massenvernichtungskrieg der Weltgeschichte auf das Alltagsleben der Burgdorfer auswirkte. Umfangreiche Schautafeln lassen den Weg Deutschlands in den 1. Weltkrieg Revue passieren und veranschaulichen, welchen Einfluss die Kriegsereignisse auf das Leben der Einwohner hatten. Deren Alltag war durch zunehmende Lebensmittelknappheit und andere Versorgungsengpässe geprägt. Dazu kam noch, dass viele Haushalte den gewaltsamen Tod des Familienoberhaupts auf Europas Schlachtfeldern oder dessen Heimkehr als Kriegsversehrter zu verkraften hatten. Viele zeitgeschichtliche Exponate vermitteln einen authentischen Eindruck von den damaligen Lebensverhältnissen.
In der KulturWerkStadt stellt die seit 1993 in größeren Abständen laufende Ausstellungsreihe „Burgdorfer Köpfe“ Persönlichkeiten ins Blickfeld der Öffentlichkeit, die sich auf unterschiedlichen Ebenen für das städtische Gemeinwesen einsetzten. Ihr jahrzehntelanges Engagement hinterließ bleibende Spuren in Burgdorf, auf die die Schau informative Schlaglichter richtet. So prägte Fritz Rode als TSV-Fußballjugendwart über mehrere Jahrzehnte den Fußballnachwuchs in der Stadt. Zu den portraitierten Frauen gehören Gertrud Mrowka, die mit großem persönlichem Einsatz jahrzehntelang in der kirchlichen Sozialarbeit tätig war, und Ilse Straka, die sich als langjährige Frauenwartin der TSV-Turnabteilung und des Hauptvereins große Verdienste erwarb. Mit Karl Heinrich Ulrichs (Vorkämpfer der Schwulenbewegung) und Carl von Brandis (Gründer der Stadt Johannesburg) stehen zwei Burgdorfer im Mittelpunkt, die es zu internationalem Ansehen brachten.