Stadtmarketing sucht Einheit

Der Stadtmarketing-Vorsitzende Markus Wzietek (links) übergibt die Urkunde für die Stieleiche an Klaus Hoffmann (rechts). (Foto: Jens Kamm)

Klaus Hoffmann für langjährige Unterstützung ausgezeichnet

BURGDORF (jk). Während der vergangenen Sitzung des Vereins Stadtmarketing Burgdorf ist Klaus Hoffmann, ehemaliger Geschäftsführer des MARKTSPIEGEL Verlags, für seine langjährigen Verdienste für den Verein vom Vorsitzenden Markus Wzietek besonders ausgezeichnet worden. Für die langjährige Unterstützung und gute Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Burgdorf erhielt Hoffmann eine Urkunde über eine Stieleiche, die im November 2017 auf dem Gelände des Burgdorfer Jubiläumswald an der Scharlemannstraße gepflanzt werden soll. Als Unterstützer hatte Klaus Hoffmann den Stadtmarketing-Prozess in Burgdorf von Beginn an jahrzehntelang durch zahlreiche Aktivitäten des MARKTSPIEGEL-Verlags gefördert. „Ich hoffe, dass wir auch im Jahr 2018 auch immer noch sagen können: Burgdorf – hier findet Leben Stadt“, blickte Hoffmann allerdings etwas düster in die Zukunft.
Denn trotz vieler sehr positiver Ansätze für den Stadtmarketing-Prozess in Burgdorf in den vergangenen Jahren ist das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, die Qualitäten des Mittelzentrums Burgdorf gegenüber den Nachbarkommunen besonders herauszustellen, zurzeit eher in den Hintergrund gerückt. Grund sind formale Auseinandersetzungen innerhalb des Vorstands, die eine gemeinsame Zusammenarbeit nicht mehr möglich machen. So hat es in den vergangenen rund zwei Jahren innerhalb des zehnköpfigen Vorstandsgremiums immer wieder formale Auseinandersetzungen zwischen dem Kassenwart Bernd Gessert und dem Rest des Vorstands gegeben. Gessert hatte vom Vorstand gefordert, den derzeitigen Geschäftsführer Gerhard Bleich zu entlassen, war mit seinem Antrag aber in einer Vorstandssitzung am 2. März deutlich gescheitert. Darauf hin wurden von Gessert nunmehr rechtliche Schritte in Form einer Klage gegen den Restvorstand eingeleitet, um dieses Antragsziel dennoch zu erreichen. Der Restvorstand sieht daher keine Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Bernd Gessert mehr.
Die gemeinsame Aussprache der Mitglieder zu diesem Themenkomplex wurde während der Mitgliederversammlung teils sehr emotional geführt. Gegenseitige Vorwürfe bis hin zum derzeit beliebten Begriff „Fakes News“ machten die Runde. Eine Lösung des Problems konnte auch nach langer Diskussion nicht herbeigeführt werden. Grund war eine Mängelrüge des Mitglieds Leo Reinke, der hervorhob, dass nicht ordnungsgemäß zur Mitgliederversammlung eingeladen worden sei. Eigentlich sollten wichtige Satzungsänderungen (mögliche Bestellung eines 2. Geschäftsführers, Beschlussfähigkeit) beschlossen werden. Da der Vorstand aber nicht Gefahr laufen wollte, dass gefasste Beschlüsse im Nachhinein wegen dieses möglichen Formfehlers nichtig seien, wurde eine neue Mitgliederversammlung am 3. August terminiert.