Stadtmarketing präsentiert „Hinter Schloss und Riegel“

Das Pfarrwitwenhaus war im 19. Jahrhundert Schauplatz eines brutalen Mordes. (Foto: SMB)

Stadtführung zum Thema „Burgdorfer Kriminalgeschichte“

BURGDORF (r/bs). Die dunklen und abgründigen Seiten der Auestadt stehen im Mittelpunkt der öffentlichen Stadtführung am Sonntag, 2. September. Ihr Motto lautet „Hinter Schloss und Riegel – die Burgdorfer Kriminalgeschichte“. Stadtmarketing Burgdorf (SMB) beendet damit die laufende Sommersaison, in der es erstmalig von April bis September Stadtführungen gab, die einen thematischen Schwerpunkt hatten.
Ausgangspunkt ist der Wicken-Thies-Brunnen am Spittaplatz, an dem sich die Teilnehmer um 14.00 Uhr treffen. Stadtführerin Angelika Bode begibt sich mit ihren Begleitern zu den Schauplätzen historischer Kriminalfälle und deckt ihre spektakulären Hintergründe auf. Teilnehmerkarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 - 1862.
Vor dem Burgdorfer Schloss berichtet Angelika Bode von manchem armen Sünder, den oft wegen eines vergleichsweise harmlosen Delikts das tödliche Beil der Justiz in der Person des Scharfrichters traf. Leugnete der Delinquent sein Verbrechen, half eine spezielle Behandlung in der Folterkammer des Schlosses seinem mangelnden Geständniseifer weiter.
Der weitere Weg führt zum Pfarrwitwenhaus, in dem im 19. Jahrhundert ein brutaler Mord geschah. Ein Schlachtermeister hatte einen Bekannten aus Habgier ermordet und büßte diese Tat auf der Celler Richtstätte mit seinem Leben. Unvergessen ist bei den älteren Burgdorfern der Aufsehen erregende Banküberfall des damaligen Studenten und späteren Schauspielers Burkhard Driest. Er überfiel im Jahr 1965 die Filiale der Burgdorfer Stadtsparkasse am Celler Tor. Nach einer mehrjährigen Gefängnisstrafe startete seine langjährige Karriere als Schauspieler. Über diverse andere Kriminalfälle, über die sich der Schleier des Vergessens gesenkt hat, weiß Angelika Bode spannende Geschichten zu berichten.