Stadtmarketing Burgdorf begrüßte das 400. Mitglied

Herbert Schmalstieg war Gastredner beim 9. Burgdorfer Wirtschaftsforum. (Foto: Burkhard Wolters (SMB))
 
Stadtmarketing Burgdorf begrüßt als 400. Mitglied die AutoDo GmbH (v.l.n.r.): Dr. Karl-Heinz Vehling (SMB)-Vorsitzender), Melanie Schoedon (AutoDo), Marc van Eupen (AutoDo) und Alfred Runge (SMB-Vorstandsmitglied). (Foto: Burkhard Wolters (SMB))

Herbert Schmalstieg war Gastredner beim 9. Burgdorfer Wirtschaftsforum

BURGDORF (r/jk). „Stadtmarketing Burgdorf ist ein Erfolgsmodell, dass weit über die Grenzen der Region Hannover hinaus Anerkennung findet“, diese lobenden Worte äußerte Jürgen Wache, Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank, bei der Begrüßung der 130 Gäste des 9. Burgdorfer Wirtschaftsforums. Zu der als letztes Highlight des Themenjahres „BURGDORF INTERNATIONAL“ angekündigten Veranstaltung hatte der Stadtmarketing-Verein (SMB) in das KompetenzZentrum des Geldinstituts an der Poststraße eingeladen.

„Eine Burgdorfer Institution“

„In den letzten acht Jahren ist das Stadtmarketing zu einer für Burgdorf sichtbaren und nachhaltig wirkenden Institution geworden“, stellte Dr. Karl-Heinz Vehling, Vorsitzender des Vereins, seiner Rückschau auf das ablaufende Jahr voraus. Dies sei all denjenigen zu verdanken, die immer wieder mit intensivem persönlichen Einsatz und großer Geschlossenheit die Aktionen des Vereins realisieren. Der sichtbare Erfolg manifestiere sich auch in den ständig steigenden Mitgliederzahlen. So konnte Dr. Vehling unter den Gästen als 400. Mitglied die als erstes Unternehmen im Gewerbegebiet Nordwest angesiedelte AutoDo GmbH begrüßen, die Firmenchef Marc van Eupen und seine Kollegin Melanie Schoedon vertraten.

Stadtmarketing wichtiger Impulsgeber

Unter den zahlreichen Projekten, die das Netzwerk für Wirtschaft und Gesellschaft im Verlauf des zur Neige gehenden Jahres initiiert habe, hob Dr. Vehling die unter der maßgeblichen Beteiligung des Vereins neu gestaltete Lichtinszenierung der wichtigsten Altstadtgebäude und die allein durch Sponsoren ermöglichte, „zauberhaft“ aussehende Weihnachtsbeleuchtung hervor. Eindringliche Impulse habe auch das ausklingende Themenjahr gesetzt und dabei ein lebendiges Abbild des kulturellen Reichtums gezeichnet, den die 94 in der Stadt vertretenen Nationen verkörperten. Allen Verbänden, Organisationen und Familien, die sich offen gezeigt hätten, die Kultur ihrer Herkunftsländer unter anderem in der Ausstellung „Wir sind Burgdorf“ oder beim Internationalen Picknick zu präsentieren und erfahrbar zu machen, sei dafür ein herzlicher Dank auszusprechen. „Keine Sorge, wir kommen wieder“, sagte Vehling im Hinblick auf das erst 2014 folgende neue Themenjahr. Um auf der Erfolgsspur zu bleiben, hätten sich kommende Stadtmarketing-Aktivitäten auf die strategische Kernfrage zu konzentrieren, wie sich Burgdorf in der Zukunft positionieren könne, um als Standort für Unternehmen und als Lebensumfeld attraktiv zu bleiben. 2013 sei ein neuer Schwerpunkt die auf Wunsch des Einzelhandels übernommene Organisation der Verkaufsoffenen Sonntage.

Städte sind Fundament des Staates

Als bei seinem 1972 erfolgten Amtsantritt deutschlandweit jüngster und bei seinem Ausscheiden 2006 an Amtsjahren (34) unübertroffener hannoverscher Oberbürgermeister ging Dr. h.c. Herbert Schmalstieg in die Annalen der deutschen Kommunalpolitik ein. „Städte und Kommunen in der einen Welt!“, lautete das Thema seines von den Zuhörern mit Spannung erwarteten Gastvortrags beim Wirtschaftsforum. Der als kommunalpolitisches Urgestein angekündigte Schmalstieg hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für das internationale Zusammenwachsen der Städte, die das Fundament und die Keimzelle aller Staaten seien. Als zentrales Spiegelbild der Gesellschaft müssten die selbstverwalteten Kommunen innerhalb des städtischen Zusammenlebens ein tolerantes Klima des Wohlfühlens und der gegenseitigen Achtung aller vertretenen Nationalitäten schaffen. Voraussetzungen seien eine ausreichende finanzielle Ausstattung des städtischen Haushalts und ein kontinuierliches Vorgehen gegen die immer stärker wachsenden sozialen Unterschiede. „Stadtverwaltung muss mehr sein als die Erfüllung der täglichen Pflichtaufgaben“, formulierte Schmalstieg sein persönliches Credo, dass er den Verantwortungsträgern der Kommunalpolitik noch einmal ans Herz legte.