Stadtbibliothek sagte „Dankeschön“

Heidelore Pedde (re.) aus Heeßel liest bevorzugt Politisches, Geschichtliches und Gedichte. Sie ist seit rund 50 Jahren eingetragene und aktive Nutzerin der Stadtbücherei und bekam dafür eine „Dankeschön-Büchertüte“ von Andrea Nehmer-Rommel. Ft.: G. Bosse (Foto: Georg Bosse)

Alfred Baxmann: „Stadtbücherei privatisieren ist Unfug.“

BURGDORF (gb). „Ein Leser hat es gut: Er kann sich seine Schriftsteller aussuchen“, soll der bedeutende jüdisch-deutsche Publizist Kurt Tucholsky (1890-1935) einmal gesagt haben. Die aktiven Leserinnen und Leser, die zu einer kleinen Feier in die Burgdorfer Stadtbücherei eingeladen waren, haben es seit über 40 Jahren gut. Sie konnten sich über die Jahrzehnte hinweg unzählige Bücher und ihre Schriftsteller aussuchen und ausborgen.
Unter Stadtbücherei-Leiterin Andrea Nehmer-Rommel sei Burgdorfs öffentliche Bibliothek qualitativ nach vorne gekommen, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann, der darüber hinaus auch die erhöhte Anzahl von Veranstaltungen und Lesungen lobte. Die Stadtbücherei Burgdorf lebe inzwischen von ihrer Aktualität und ihrer Anpassung an neue Medien, weshalb man weiter in ihre Attraktivität investieren wolle, so Baxmann weiter, und: „Das hohe Kulturgut „Schrift(en) und Bücher“ privatisieren zu wollen ist Unfug.”
Neben dem Ersten Stadtrat Dagobert Strecker waren noch gut ein Dutzend Leserinnen und Leser der Einladung gefolgt, um bei Sekt und Salzstangen ein herzliches Dankeschön in Form einer leuchtend grünen Tüte mit Buchstützen von Andrea Nehmer-Rommel in Empfang zu nehmen.