St. Pankratius-Kirche blickt auf bewegte Vergangenheit zurück

Die St. Pankratiuskirche steht im Mittelpunkt der Führung am 4. August. (Foto: SMB)

Stadtführung rund um die Kirche am 4. August

BURGDORF (r/jk). Die St. Pankratius-Kirche ist das größte Sakralgebäude der Stadt und begeht im nächsten Jahr den 200. Jahrestag ihrer Einweihung. Am Sonntag, 4. August, steht sie im Mittelpunkt der fünften öffentlichen Stadtführung in der laufenden Saison. Die Leitung übernimmt Stadtführerin Elisabeth Goldmann. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Wicken-Thies-Brunnen. In der St.Pankratius-Kirche erhalten die Teilnehmer einen Überblick über ihre viele Jahrhunderte zurückliegenden Entwicklungsstadien. Im Anschluss führt der Weg durch die Innenstadt zu weiteren markanten historischen Stätten, deren zeitgeschichtliche Zusammenhänge Elisabeth Goldmann erläutert. Teilnehmerkarten sind bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 - 1862 erhältlich.
Als Wahrzeichen der Stadt ist die St. Pankratius-Kirche mit ihrem 55 Meter aufragenden Turmbau ein weithin sichtbarer Blickfang. Wie rund 200 andere Gebäude fiel der gotische Vorgängerbau der Kirche aus dem 15. Jahrhundert dem verhängnisvollen Brandinferno des Jahres 1809 zum Opfer. Schon im 14. Jahrhundert hatte an seiner Stelle ein romanischer Kirchenbau gestanden, den marodierende Soldaten im Verlauf kriegerischer Auseinandersetzungen zerstörten. Das heutige Kirchengebäude entstand in den Jahren 1811 bis 1814 im klassizistischen Stil. Seine kostbare, 1585 konstruierte Orgel stammt aus der Werkstatt des berühmten Hildesheimer Orgelbaumeisters Hans Scherer und sorgt mit mächtigem Klangvolumen seit fast 200 Jahren für den kirchenmusikalischen Rahmen der Gottesdienste. Seit 1992 kümmert sich ein Förderverein um die Erhaltung des Kirchengebäudes.