St. Nikolaus Burgdorf wurde vor 80 Jahren geweiht

Gemeinsam mit Probst Martin Tenge, Pfarrer Martin Karras und Weihbischof Hans-Georg Koitz (v.l.) feierte die katholische Gemeinde ein Pontifikalamt zum 80. Jahrestag der Weihe der Burgdorfer St. Nikolaus-Kirche. (Foto: Georg Bosse)

Feierliches Pontifikalamt mit Weihbischof Hans-Georg Koitz

BURGDORF/UETZE (gb). Eine Woche nach dem Fest zur Auferstehung Jesu Christi wurde zur 80. Wiederkehr des Weihetages der Burgdorfer St. Nikolaus-Kirche „Im Langen Mühlenfeld“ eine heilige Messe gefeiert. Dem Anlass entsprechend waren dazu der zu Pontifikalien berechtigte Weihbischof Hans-Georg Koitz und Probst Martin Tenge aus Hildesheim nach Burgdorf gekommen.
Zu diesem Jubiläum hatten sich unter die katholischen Gemeindemitglieder unter anderem auch Vertreter der Burgdorfer Ratsfraktionen und der CDU-Bundespolitiker Dr. Karsten Hoppenstedt (Burgwedel) sowie Bürgermeister Alfred Baxmann und Pastor Matthias Paul, stellvertretend für Superintendent Dr. Ralph Charbonnier für die „evangelische Seite“ der Auestadt, gemischt.
In seinem Grußwort zum Festakt erinnerte Baxmann an die Anfänge katholisch gottesdienstlichen Lebens im Jahr 1915: „Vor nun 80 Jahren wurde dann die St. Nikolaus-Kirche für die wachsende Gemeinde ein Ort der Sammlung und Versammlung, aus dem heraus Katholiken das gesellschaftliche Stadtleben mitgeprägt haben.“ In Zeiten der religiösen und weltanschaulichen Irrungen und Wirrungen sei die gemeinschaftliche Orientierung am christlichen Glauben dringend notwendig, erläuterte Superintendent Charbonnier in seiner Grußbotschaft, die Paulus-Pastor Matthias Paul verlas und das „gute ökumenische Miteinander“ in Burgdorf unterstrich.
In seiner Predigt hatte Weihbischof Koitz (80) zuvor dem alleine gelassenen und glücklosen Fischer in Ernest Hemingways (1899-1961) „Der alte Mann und das Meer“ die nachösterliche Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jüngern am See Genezareth gegenübergestellt (Johannes 21, 1-14): „Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer“.
Kirche sei nicht Ziel des Glaubens, denn Kirche ist nicht Gott. „Das A und O des Glaubens ist der lebendige Gott, an dessen Treue wir immer festhalten müssen“, so Hans-Georg Koitz, der seine Festpredigt mit Glückwünschen zum Geburtstag der St. Nikolaus-Kirche beendete.