Spitzenreiter RSE trifft im Derby auf die TSV Burgdorf

Lehrtes Önder Duyar (am Boden) geht mit vollem Körpereinsatz gegen Bavenstedts Imad Saduhn in den Zweikampf. (Foto: Kamm)

Heesseler SV gegen Koldingen in der Verfolgerrolle

BURGDORFER LAND (kd). In der Fußball-Landesliga haben jetzt vor dem 9. Spieltag am Sonntag, 2. Oktober, ab 15 Uhr mit dem SV B-E Steimbke, dem Heesseler SV (beide 16 Punkte) und dem Tabellenvierten TSV Pattensen (15 Punkte) drei Vereine zum führenden SV Ramlingen/Ehlershausen (17 Punkte) aufgeschlossen, auf den nach dem 2:2-Remis beim TuS Sulingen am Sonntag bei der TSV Burgdorf eine weitere schwere Aufgabe erwartet.

TSV Burgdorf -
SV Ramlingen/E.

Allein von der Tabellenkonstallation her dürfte sich die Frage nach dem Ausgang des Derbys am Sonntag zwischen der TSV Burgdorf und dem SV Ramlingen/Ehlershausen erst gar nicht stellen. Während die Mannschaft von TSV-Trainer Holger Kaiser nach acht Spielen zusammen mit dem Schlusslicht TSV Wetschen noch immer auf den ersten Saisonsieg wartet und daher auch mit nur fünf Punkten einen der vier Abstiegsplätze belegt, führen die Ramlinger mit 17 Punkten die Tabelle an und ließen in den bisherigen Partien erst eine Niederlage und zwei Remis zu.
Eine der Punkteteilungen der Ramlinger resultierte am Sonnabend aus dem 2:2 (1:2)- Remis beim Tabellensechsten TuS Sulingen. Jenem Angstgegner aus dem Kreis Diepholz, gegen den der RSE in den letzten drei Jahren stets als Verlierer den Platz verlassen musste. „Diesmal waren wir sogar nahe dran, als Sieger vom Platz zu gehen“, stellte Kurt Becker angesichts einer 2:1-Führung seiner Mannschaft durch die Tore von Kesip Caran (6.) und Marvin Omelan (17.) fest. Ein möglicher Sieg hatte bis zur 73. Minute Bestand, ehe Jonas Wangler (73.) noch zum 2:2 (1:2)-Remis für den TuS Sulingen ausgleichen konnte, nachdem Mehmet Koc (15.) bereits den 1:1-Ausgleich erzielen konnte.
Ebenfalls mit einem 2:2 (2:1)-Unentschieden kehrte die TSV Burgdorf vom Kellerduell beim punktgleichen TSV Krähenwinkel/Kaltenweide heim. Doch stufte Trainer Holger Kaiser die Punkteteilung seiner Mannschaft eher als einen Sieg ein. „Nachdem wir bereits nach zwölf Minuten mit einem Spieler weniger auskommen mussten, da Daniel Bothe nach einer Notbremse die rote Karte sah. Den fälligen Freistoß jagte Philipp Schmidt zur 1:0-Führung des TSV KK ins Netz“, ärgerte sich Burgdorfs Coach.
Zwar konnte Okan Dogan die Führung der Hausherren postwendend in der 16. Minute zum 1:1 ausgleichen, doch blieb es Daniel Mücke (29.) vorbehalten, noch vor der Halbzeit für die erneute 2:1-Führung der „Krähen“ zu sorgen, die bis zur 73. Minute Bestand hatte, ehe Lorenzo Pombo-Wulfes mit dem Tor zum 2:2-Ausgleich für den gerechten Endstand sorgte. „Nun hoffen wir gegen den RSE auf unseren ersten Sieg, obwohl unser Gegner haushoher Favorit ist und uns mit Daniel Bothe, Jonas Künne, Johannes Kaminski, Dimitri Babitsch und David Dziegielewski gleich fünf Spieler aus den unterschiedlichsten Gründen ausfallen“, bedauerte Holger Kaiser, dem sein Ramlinger Trainerkollege Kurt Becker trocken entgegnete: „Die Reihe der Ausfälle können wir am Sonntag noch um zwei zusätzliche Ausfälle toppen. Mir stehen in Burgdorf mit Maximilian König, Louis Wilke, Nico Solalkis, Johannes Lübow, Christopher Weindl, Carsten Folprecht und Dennis Yeboah gleich sieben Spieler nicht zur Verfügung. Dann müssen eben andere Spieler in die Bresche springen."

Heesseler SV -
Koldinger SV

Buchstäblich in den Schlussminuten konnte der Heesseler SV in einer Nervenschlacht beim MTV Almstedt ein schon verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer reißen und mit einen 4:3 (1:2)-Sieg die Heimfahrt antreten, wie die Chronologie der Torfolge belegt: 0:1 Patrick Schuder (13.), 1:1 Marvin Rohrbach (36.), 2:1 Norman Rostalski (42.), 2:2 Mark Wielitzka (53.), 3:2 Oliver-Marcel Schach (81.), 3:3 Patrick Schuder (85.) und 4:3 Jan-Henrik Matthes (90. + 4). „Es war für die Zuschauer ein sehr intensives Spiel mit vielen Toren. Doch dürfen wir uns am Sonntag zu Hause gegen den Tabellenzwölften Koldinger SV nicht noch einmal drei Gegentore erlauben. Zumal unser Gegner als auswärtsstark gilt, da er seine bisherigen 7 Punkte alle in der Fremde holte“, weiß Hendrik Großöhmichen, dessen Vertrag als Interimstrainer in der vergangenen Woche in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt wurde.
Freuen durfte sich auch Jannis Iwan mit seiner Frau Janina über die Geburt einer Tochter, die im Mannschaftskreis dementsprechend gefeiert wurde.

SpVgg Bad Pyrmont -
FC Lehrte

Beim Tabellennachbarn SpVgg Bad Pyrmont muss der FC Lehrte am Sonntag antreten. Die Kurstädter weisen nach dem 2:0-Sieg beim OSV Hannover als Tabellenneunter mit 12 Zählern einen Punkt mehr als der FC Lehrte auf, der sich durch den 1:0 (1:0)-Sieg über den SV Bavenstedt wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt holte, wie ihr Trainer Willi Gramann feststellte. „Vor allem war wichtig, dass wir durch das Tor des Tages in der 7. Minute durch Christopher Reinecke endlich unseren ersten Heimsieg holen konnten“, freute sich der FC-Coach, der guten Mutes ist, dass sich seine Mannschaft für die 1:3-Niederlage im Pokal revanchieren kann. Der FC Lehrte blieb in seinen bisherigen drei Punktspielen auswärts noch ohne Niederlage und holte aus diesen Spielen sieben Punkte.
„Wenn wir an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, ist auch beim Mitaufsteiger Bad Pyrmont für uns etwas drin", ist Willi Gramann überzeugt.
Allerdings muss der FC-Trainer am Sonntag seinen Abwehrchef Mateusz Duraj ersetzen, der zwei Wochen im Urlaub ist. Verzichten muss Lehrtes Coach auch auf Tobias Schmitt, der sich im Spiel gegen Bavenstedt einen Faserriss zugezogen hat.