SoVD ist seit 100 Jahren das soziale Gewissen

Astrid Müller (2.v.l.) mit allen Geehrten im Burgdorfer StadtHaus, die dem SoVD über viele Jahre die Treue gehalten haben. (Foto: Georg Bosse)

Beim Burgdorfer Ortsverband gibt es Solidarität „um die Ecke“

BURGDORF (gb). Die jüngste Mitgliederversammlung des Burgdorfer Ortsverbandes (OV) im Sozialverband Deutschland (SoVD) rückte neben Berichten und Ehrungen ganz besonders das 100-jährige Bestehen dieser sozialpolitischen Interessenvertretung in den Mittelpunkt.
Als „Reichsbund“ im Jahre 1917 gegründet und nach einer Auszeit (1933-1946) während der Nazi-Diktatur startete die Organisation neu durch und nennt sich seit 1999 Sozialverband Deutschland. „Die Aufgaben haben sich im Laufe der vergangenen 100 Jahre gewandelt und 2.172 SoVD-Mitglieder ist eine respektable Zahl. Unser Dank für das Engagement und die wichtigen Impulse für die Stadt geht an den OV-Vorstand und an alle Mitglieder“, so Burgdorfs stellvertretender Bürgermeister Mirko Zschoch in seinen Grußwort. Zuvor hatte Vorsitz-Vize Werner Naehrig die Versammlung im StadtHaus gebeten sich nicht nur zum Gedenken der verstorbenen SoVD-Mitglieder, sondern auch für die Opfer täglichen Terror- und Kriegsgeschehens von den Sitzen zu erheben.
In seiner Ansprache betonte der Vorsitzende des Kreisverbandes Burgdorf, Klaus Wedemeier (Hänigsen), dass der SoVD seit 100 Jahren das „soziale Gewissen“ sei, und: „Bei uns gibt es Solidarität „um die Ecke“. Wir haben im abgelaufenen Jahr insgesamt 987.000 Euro für unsere Mitglieder durch Anträge und Widersprüche erstritten.“
Für die obligatorischen Ehrungen für jahrelange Verbundenheit zum SoVD bat Vorsitzende Astrid Müller folgende Anwesende zu sich, um ihnen Blumen und Urkunden zu überreichen: Christa und Michael Kropp, Erika Kornath, Günter Ernst und Erika Priess (alle 10 Jahre). Max Pelka und Karl-Heinz Dralle (25 Jahre). Horst Schirrmeister (55 Jahre).
Anlässlich des stolzen Geburtstags des SoVD findet am Samstag, 9. September, eine Wanderausstellung mit den drei Themensäulen „Verbandsarbeit/Sozialberatung/Sozialpolitik“ im StadtHaus statt, in deren Planungen auch der Burgdorfer Ortsverband mit einbezogen ist.