Sorgenser Schützen ziehen trotz Wetter durch

Nur gut beschirmt konnten die Schützendamen der Schützengesellschaft Sorgensen von 1971 den Umzug einigermaßen trocken überstehen. (Foto: Holger Staab)

42. Schützenfest litt unter dem Dauerregen

SORGENSEN (hs). Die Schützengesellschaft Sorgensen von 1971 feierte am vergangenen Wochenende ihr 42. Schützenfest unter dem Motto „Sorgensen zieht durch“. Durchhalteparolen mussten die Mitglieder auch am Sonnabend und Sonntag ausgeben, denn das kleine aber feine Kinderfest fiel buchstäblich ins Wasser. Doch ließen sich die Schützen nicht davon abhalten, ihr Schützenfest mit Königsproklamation, Tanzvergnügen, Champions-League-Finale und dem Festumzug am Sonntag weiter durchzuführen.
Wo andernorts im Festzelt gefeiert wird, steht in Sorgensen die Schützenkate und da kann auch gemütlich und sogar im Warmen gefeiert werden. Das nutzten viele Mitglieder, um am Freitag beim Kommersabend dabei zu sein. Bei Putengeschnetzeltem wurde die Grundlage für die weiteren Feierlichkeiten geschaffen: Bei der anschließenden Proklamation der Könige kam erstmals richtig Stimmung auf.
Der 64 Mitglieder starke Verein ehrte nicht nur seine Könige, sondern fieberte auch mit den beiden deutschen Teams Bayern München und BVB Dortmund im Londoner Wembley-Stadion mit. So begann das Tanzvergnügen etwas verspätet, aber nicht minder intensiv. Die Könige wurden dementsprechend gefeiert und der Titelträger des Champions-League-Finale Bayern München trotz einer Überzahl an Borussen-Fans ebenfalls. Das Wichtigste aber war die Dorfgemeinschaft und die Gesellschaft, die so richtig in Stimmung kam, denn der eine oder andere kam recht spät in die Federn.
Sollte einer der Schützen am nächsten Morgen einen Kater gehabt haben, musste der bis zum Mittag auskuriert sein, denn um 12 Uhr begann das Königsessen. Zum anschließenden traditionellen Umzug mit dem Fanfaren Corps Wikinger waren dann auch einige Gastvereine dabei und sorgten für einen bunten Festausmarsch, leider wieder bei strömendem Regen, mit vielen Regenschirmen und mit einem stark verkürztem Weg. „Die Gesundheit der Schützen und Spielleute ist uns wichtiger, als ein langer Umzug“, meinte Kommandeur Karl-Heinz Westphal. Die Wikinger waren dennoch guter Dinge und spielten für die beschirmten Teilnehmer des Ausmarsches.
Bei den diesjährigen Majestäten Ingeborg Westphal (Schützenkönigin) und Jugendkönig Björn Grothe wurden die Königsscheiben angenagelt. Während des Umzugs gab es reichlich Freibier von der Schützengesellschaft und dem Bürgerverein Sorgensen. Nach dem Umzug klang das Fest in Sorgensen bei Kaffee und Kuchen langsam aus.