Schulweg bald 10er Zone?

Der Schulweg in Kirchhorst soll zur 10er Zone werden.

173 Unterschriften wurden an den Ortsrat übergeben

VON DANA NOLL

KIRCHHORST. "Die Unterschriftenliste mit 173 Einträgen haben wir, einige Elternvertreter aus der Kita und der Schule, dem Ortsrat in der vergangenen Woche übergeben. Den Eltern liegt viel daran, dass der Bereich Schulweg/Höhe Pastorenweg verkehrssicherer für Kinder wird. 40 Prozent der Unterzeichner haben bestätigt, dass es in diesem Bereich bereits zu gefährlichen Verkehrssituationen gekommen ist", so die Elternratsvorsitzende der Grundschule Kirchhorst, Sandra Vidovic.
Bislang ist in dem Bereich Schulweg/Höhe Pastorenweg eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h erlaubt. Doch für einen Teil der Elternschaft ist dieses Tempolimit nicht angemessen. Sie sehen in diesem Bereich eine erhebliche Gefährdung der Fußgänger - besonders der Schulkinder.
Der Ortsrat Kirchhorst beschloss daher, aufgrund einer Vorlage des Ortsbürgermeisters, die Anordnung einer Spielstraße/eines temporeduzierten Bereiches auf 10 km/h im Einmündungsbereich Schul- und Pastorenweg.
Doch die Polizei kam zu dem Schluss, dass eine weitere Geschwindigkeitsreduzierung nicht gerechtfertigt sei. Laut Verkehrsunfalltypenkarte für die Jahre 2011 bis 2017 gab es in diesem Bereich keinen Unfall. Auch Radarmessungen, die im November von der Gemeinde Isernhagen durchgeführt wurden, ergaben eine Durchschnittsgeschwindigkeit bei 85 Prozent der Fahrzeugführer von 30 km/h. Lediglich in Einzelfällen kam es zu geringfügigen Geschwindigkeitsüberschreitungen, jedoch seien dabei keine Verkehrsunfälle verursacht worden. Auch die Verwaltung verzeichnete, "keine Unfälle im weiteren Umfeld“ - somit lägen die Voraussetzungen zu einer weiteren Geschwindigkeitsreduzierung nicht vor.
Die Eltern bestätigten jedoch, dass es in der Vergangenheit durchaus Gefahrensituationen und mindestens einen Unfall gab. Für Ortsbürgermeister Herbert Löffler steht das Interesse der Eltern - deren Forderung von Mitgliedern des Ortsrates Kirchhorst mehrheitlich unterstützt wird - weiterhin im Fokus:"In der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) ist nicht nur geregelt, dass Geschwindigkeitsbeschränkungen erst angeordnet werden sollen, wenn Unfalluntersuchungen ergeben haben, dass häufig geschwindigkeitsbedingte Unfälle aufgetreten sind, sondern Geschwindigkeitsbeschränkungen können sich im Einzelfall schon dann empfehlen, wenn aufgrund unangemessener Geschwindigkeiten häufig gefährliche Verkehrssituationen festgestellt werden. Zumal muss in einer Tempo-30 Zone, wenn das Warnzeichen "Kinder" oder Schulweg" angebracht ist, die Geschwindigkeit deutlich unter 30 km/h bleiben."
Die Unterlagen sind nun auf dem Weg zur Verwaltung - der Gemeindebürgermeister Isernhagen Arpad Bogya hat zugesagt, den Sachverhalt erneut zu prüfen.